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Ärzteschaft

Landeskonferenz will Versorgung in Hamburg verbessern

Dienstag, 11. November 2014

Hamburg – Die Versorgungssituation in Hamburg ist grundsätzlich gut. Allerdings gibt es auch in der Hansestadt punktuell Versorgungsengpässe in einigen Fachbereichen. Das haben Gutachten ergeben, welche die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg in Auftrag gegeben hatten. Diese Eng­pässe will die gemeinsame Landeskonferenz Versorgung jetzt angehen. „Die haus- und kinderärztliche Versorgung soll insbesondere in den Stadtteilen erbracht werden, in denen die Menschen den größten Bedarf haben. Ich freue mich, dass wir jetzt gemein­sam ein Instrument entwickelt haben, mit dem gezielt auf solche lokalen Versorgungs­engpässe reagiert werden kann“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).

Die Landeskonferenz hatte eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die nach Auswertung der Gutachten einen Maßnahmenkatalog zur flexiblen Gestaltung der ambulanten Versorgung in Hamburg erarbeitet hat. Dieser soll die Zulassungsgremien bei ihrem Prüfauftrag unterstützen. „Die Bevölkerung Hamburgs hat einen in Deutschland beispiellos leichten und breiten Zugang zu ärztlicher und psychotherapeutischer Versorgung. Die Kriterien unseres Maßnahmenpapieres werden es uns erleichtern, dort nachzusteuern, wo wir punktuellen Handlungsbedarf feststellen“, sagte Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorsitzender der KV Hamburg.

Die Maßnahmen zur flexiblen Gestaltung der ambulanten Versorgung sollen dem Hamburger Bedarfsplan als Anlage angefügt werden. Sie sehen unter anderem vor, die Versorgungssituation bei Hausärzten in einem Radius von drei Kilometern um den Praxissitz zu analysieren. Bei Kinderärzten liegt der betrachtete Radius bei vier und in der sonstigen fachärztlichen Grundversorgungsbereich bei zwölf Kilometern. In die Analyse gehen auch demographische Strukturen ein.

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Solcherart ermittelte lokale Versorgungsengpässe kann die KV Hamburg gegebenenfalls gemeinsam mit den Krankenkassen durch finanzielle Förderung der betreffenden Praxen oder durch diverse organisatorische Erleichterungen begegnen. Wenn die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen, kann der Zulassungsausschuss auch eine Sonderbedarfs­zulassung oder Filialbildung mit räumlicher Sitzbindung aussprechen.

In der Landeskonferenz Versorgung beraten 18 Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Gesundheitsversorgung unter Vorsitz von Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks regelmäßig über aktuelle Hamburger Gesundheitsfragen. Die Landeskonferenz kann Anregungen und Empfehlungen zur gesundheitlichen Versorgung und Entwicklung medizinischer Versorgungsstrukturen abgeben.

© hil/aerzteblatt.de

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