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Politik

„Es macht Sinn, hochpreisige Therapien in die Hände spezialisierter Ärzte zu legen“

Donnerstag, 20. November 2014

Köln – Die Zulassung von Sofosbuvir zur Therapie von Hepatitis C mit Kosten in Höhe von 60.000 bis 120.000 Euro je Patient hat die Diskussion über angemessene Arzneimittelpreise neu entfacht. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, die diese hochpreisigen Arzneimittel häufig verordnen, droht ein Spagat zwischen sozialrechtlich verordnetem Wirtschaftlichkeitsgebot und Patientenwohl. 

5 Fragen an Dr. med. Axel Baumgarten, Vorstand der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter (dagnä).

DÄ: Sowohl die HIV-Therapie als auch die der chronischen Hepatits C sind enorm teuer. Sind Regresse ein schwerwiegendes Problem bei Ihren Mitgliedern?
Baumgarten: HIV- und HCV-Wirkstoffe sind durch die besonderen Versorgungs­verhältnisse in fast allen Kassenärztlichen Vereinigungen als Praxisbesonder­heiten anerkannt. Dennoch sind Regresse ein Thema. Ein Beispiel: Infektiologisch tätige Schwerpunktbehandler sind nicht selten spezialisierte Hausärzte, denen die HIV- und HCV-Versorgung alle Richtgrößen sprengen. Es kann also zu erheblicher Bürokratie und Unsicherheit kommen, wenn eine Wirtschaftlich­keitsprüfung ausgelöst wird.

Für die ambulanten Infektiologen ist deshalb die im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz geplante Reform der Wirtschaftlichkeitsprüfungen wichtig. Es ist gut, dass die Regierung die Sorge vor Regressen ernst nimmt. Allerdings dürfen Ärzte, die Krankheiten mit hohen Therapiekosten behandeln, durch die geplante regionale Neustrukturierung am Ende nicht im Regen stehen.

Arzneimittel: Fragwürdige Preispolitik der Industrie

Mondpreis oder seriös kalkuliert? Die Zulassung von Sofosbuvir zur Therapie von Hepatitis C mit Kosten in Höhe von 60 000 bis 120 000 Euro je Patient hat die Diskussion über angemessene Arzneimittelpreise neu entfacht. In der Bibel ist Gilead ein Ort der Verheißung.

DÄ: Wie hilfreich ist die Vereinbarung von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung, die neuen Hepatitis C-Medikamente von der Richtgrößenprüfung auszunehmen?
Baumgarten: Ein sinnvoller Schritt. Allerdings bleibt abzuwarten, wie er sich in der Realität auswirken wird. Einzelfallprüfungen sind ja immer noch möglich.

Wichtig ist allerdings, dass der Gesetzgeber eine Lücke im Arzneimittelmarktneuord­nungsgesetz schließt, die die Ärzte verunsichert. Denn die Frage ist ungeklärt, was vor dem Beschluss des Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) zur frühen Nutzen­bewertung als wirtschaftlich gilt und was nach Abschluss der anschließenden Erstattungsbetragsverhandlungen.

<b>Die Preise für innovative Arzneimittel </b> sind oft nicht gerechtfertigt Start

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Die Preise für innovative Arzneimittel sind oft nicht gerechtfertigt

DÄ: Wie könnte eine Lösung aussehen?
Baumgarten: Sachgerecht wäre unserer Ansicht nach, wenn man sich vor dem G-BA-Beschluss an den Empfehlungen und Richtlinien der Fachgesellschaft orientieren würde. Nach Abschluss der Preisverhandlungen sollte die Wirtschaftlichkeit über alle Anwendungsgebiete der betreffenden Präparate garantiert sein. Denn Kassen und Hersteller verhandeln einen Mischpreis für sämtliche betroffenen Patientengruppen. Ohne gesetzliche Klarstellung wird wohl erst ein Sozialgerichtsurteil für Verordnungs­sicherheit sorgen. Die muss aber hergestellt werden.

<b>Die Preise für innovative Arzneimittel </b> sind nicht zu hoch Start

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Die Preise für innovative Arzneimittel sind nicht zu hoch

DÄ: Wie geht man als Arzt mit dem Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Patientenwohl um?
Baumgarten: Für den Arzt steht das individuelle Patientenwohl – gerade bei einer so speziellen Erkrankung wie der Hepatitis C – an erster Stelle. Allerdings fühlt man auch immer das Korsett des gesetzlich vorgegebenen Wirtschaftlichkeitsgebots des SGB V, dem es gerecht zu werden gilt. Am Beispiel der neuen, sehr innovativen, aber eben auch hochpreisigen HCV-Wirkstoffe zeigt sich, dass das Korsett zuletzt sehr stark angezogen wurde: Die qualitätsgesicherte Indikationsstellung und Behandlung drohte so durch reine Kostenfragen überlagert zu werden. Es war nicht zum Nutzen der Patienten, dass durch die forcierte Unsicherheit Regresssorgen deutlich zunahmen.  

DÄ: Wie kann man eine qualitätsgesicherte Behandlung der Patienten vor diesem Hintergrund sicherstellen?
Baumgarten: Probleme, die sich aus der Preiskomponente der Arzneimittelregulierung ergeben, können nicht durch ein Weiterreichen des Schwarzen Peters an die Ärzte gelöst werden, sondern sind im Verantwortungsbereich von Industrie und Krankenkassen zu klären.

Anders sieht es bei der Menge der verordneten Arzneimittel aus: Hochpreisige Therapien spezieller Erkrankungen – wie bei HIV oder Hepatitis C – gehören in die Hände spezialisierter Ärzte. Strukturverträge, wie sie zuletzt in der KV Nordrhein zu Hepatitis C geschlossen wurden, sind ein solcher Ansatz, die Versorgung durch eine qualitätsgesicherte und passgenaue Behandlung unter anderem durch besonders qualifizierte Ärzte zu optimieren. Das gewährleistet auch den sinnvollen Einsatz der aufwendigen Therapie.

Ein solcher Selektivvertrag hat aber auch seine Grenzen: Er ist nicht flächendeckend wirksam. Dennoch ist er ein Schritt in die richtige Richtung: Er kann eine weitere Debatte anstoßen. Und: Ein Teil des Strukturvertrags umfasst Regelungen zur Wirtschaftlichkeit, um den Ärzten die Sorge vor ungerechtfertigten Regressen zu nehmen und Sicherheit in Therapieentscheidungen zu geben. © HK/aerzteblatt.de

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bessie
am Donnerstag, 27. November 2014, 16:12

Kinderschutz ist eine Herzensangelegenheit

www.riskid.de

Jetzt reicht’s – keinen Täterschutz mehr

Die Landesgerierung NRW hat abgelehnt, dass sich Ärzte bei Verdacht auf Kindesmisshandlung in NRW
Austauschen dürfen.
Für den Austausch sind Ärzte Nordrhein, Ärzte Westfalen-Lippe, Charité Berlin, Prof. Dr. Tsokos, Bund der
Kriminalbeamten, Verein RISKID e.V.

Ich organisiere vor dem Landtag NRW eine Demonstration für den 28.1.2015. Nehmen Sie teil und
Helfen Sie bitte mit, den Termin bekannt zu machen.

Wer mit seinem Zelt an der DEMO teilnehmen möchte, kann das gerne machen.

Die DEMO so solange dauern, bis die Landesregierung JA sagt zu der Forderung.

Kinder können Bazare auf der DEMO aufbauen, Künstler können etwas vortragen, Vereine
Können jederzeit an der DEMO teilnehmen

Die Anreise und die Teilnahme an der DEMO sind jedoch auf eigene Gefahr.

Die DEMO ist angemeldet.

Natürlich werden für Plakate usw. Spenden benötigt. Eine Spendenquittung kann jederzeit
Ausgestellt werden.

3 Kinder sterben wöchentlich an Kindesmisshandlungen. Helfen Sie mit Ihrer Teilnahme an der DEMO
Dass endlich den Kinder geholfen wird, indem das Ärzte-Hopping nicht mehr möglich ist und die Ärzte
In der Lage sind, bei subtilen Kindessmisshandlungen schnell eine Diagnose zu finden.
Alle Oppositonsparteien im Landtag sind für den Austausch. Einige SPD-Abgeordnete, so der Kinderazrt
Dr.Kindermann und der Duisburger OB Sören Link sind ebenfalls für den Austausch. Die Grünen sind komplett
Dagegen.
Verhelfen Sie mit Ihrer Teilnahme an der DEMO den Kindern zu ihren Rechten. Können Sie nicht an der DEMO
Teilnehmen, spenden Sie, damit die DEMO stattfinden kann.

Teilnahme an der DEMO bei mir bitte anmelden

Spendenkonto bitte bei mir erfragen.

Hannelore Thomas
hannelorethomas@t-online.de
LNS

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