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Ärzteschaft

Versorgungs­stärkungsgesetz bedroht in Berlin über 2.000 Arztesitze

Freitag, 14. November 2014

Berlin – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin bewertet das geplante „GKV-Versor­gungsstärkungsgesetz" (GKV-VSG) kritisch. Besonders die Vorgabe, nach der Praxen in überversorgten Versorgungsbereichen aufgekauft statt nachbesetzt werden sollen, stößt auf wenig Verständnis: „Berlin gilt in der bundesweiten Bedarfsplanung als ein einziger Planungsbezirk. Hier wird nicht unterschieden, ob es um die Zahl der Ärzte in Neukölln, Reinickendorf oder Marzahn-Hellersdorf geht“, erklärte KV-Vorstandsvorsitzende Angelika Prehn.

Konkret drohe durch das Gesetz berlinweit der Abbau von mehr als 2.000 Ärzte- und Psychotherapeutensitze, darunter 231 fachärztliche Internisten, 99 Radiologen, 57 Orthopäden, 205 Hausärzte und 945 Psychotherapeuten. „Wie ein solch massiver Abbau von Ärzten und Praxen den Patienten helfen und die Versorgung in der Region auch noch stärken soll, ist mir ein Rätsel“, sagte Prehn.

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Aus ihrer Sicht stärkt das geplante Gesetz die ambulanten Versorgung nicht, sondern gefährde vielmehr den Sicherstellungsauftrag der Kassenärztlichen Vereinigungen. „Berliner, die jetzt schon über zu lange Wartezeiten beim Arzt klagen, können sich gut ausrechnen, was diese Entwicklung für ihre eigene Versorgung und die Terminkapazitäten bei ihrem Arzt heißt“, warnte die KV-Chefin. © hil/aerzteblatt.de

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