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Ausland

Erklärung der G20-Staaten zu Ebola enttäuscht Hilfsorganisationen

Montag, 17. November 2014

Brisbane – Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen den Kampf gegen die Ebola-Seuche verstärken. In einer Erklärung auf dem Gipfel im australischen Brisbane blieben sie am Samstag allerdings unverbindlich: „Die G20-Mitglieder sind entschlossen, alles Notwendige zu tun, um sicherzustellen, dass die internationalen Bemühungen den Ausbruch beenden können.“ Auch wollten sie bei der Bewältigung der mittelfristigen wirtschaftlichen und humanitären Kosten helfen. Hilfsorganisationen reagierten enttäuscht auf die Erklärung, da konkrete Zusagen fehlten.

Nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) haben sich inzwischen mehr als14.400 Menschen bei der Epidemie in Westafrika angesteckt.

Die Demokratische Republik Kongo hat sich unterdessen für ebolafrei erklärt. Der drei­monatige Ausbruch der Seuche habe mindestens 49 Menschen das Leben gekostet, erklärte die Regierung am Samstag. Seit dem 4. Oktober seien aber keine neuen Fälle mehr registriert worden, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Felix Kabange Numbi. Er warnte jedoch: „Das Ende der Epidemie bedeutet nicht, dass wir vollständig außer Gefahr sind.“ Der Ausbruch war unabhängig von dem in Westafrika. Es handelte sich um eine andere Variante des Ebola-Erregers.

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Ein am Samstag in die USA ausgeflogener Ebola-Patient ist tot. Der Arzt starb am frühen Montagmorgen in Nebraska, wie das Krankenhaus bestätigte. Der 44 Jahre alte Martin Salia war zwei Tage vorher in das Krankenhaus gebracht worden, in dem schon zwei Ebolakranke erfolgreich behandelt worden waren. Bei ihm war die Krankheit aber schon deutlich weiter fortgeschritten. „Dr. Salia war in einem sehr ernsten Zustand, als er bei uns ankam. Zu unserem großen Bedauern konnten wir ihn trotz aller Bemühungen nicht retten”, erklärte der behandelnde Arzt.

Bei dem 44-Jährigen seien die Symptome schon weit fortgeschritten gewesen, mit schweren Problemen mit seinen Nieren und seiner Atmung. Er sei unter anderem mit dem vielversprechenden Ebolamittel ZMapp behandelt worden. „Wir haben jede mögliche Therapie angewendet”, sagte der Arzt.

Indes begann nach den USA auch Kanada mit ersten Tests eines Impfstoffes. Dieser werde an einer Gruppe von Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren getestet, kündigte die kanadische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Rona Ambrose am Freitag an. Geprüft werden demnach die Sicherheit des Impfstoffes, die notwendige Dosis sowie mögliche Nebenwirkungen. Die Forscher erhoffen sich auch Erkenntnisse darüber, ob niedrigere Dosierungen des Impfstoffes VSV-EBOV bereits eine Immunisierung hervorrufen. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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