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Politik

30 Prozent mehr Auszubildende in der Altenpflege in Hamburg

Montag, 17. November 2014

Hamburg – Nach Einführung der sogenannten Umlagefinanzierung im vergangenen Jahr gibt es in Hamburg einen Sprung nach oben bei der Altenpflege-Ausbildung: 485 Nachwuchskräfte haben die Ausbildung begonnen, das sind 111 (rund 30 Prozent) mehr als im Vorjahr. Bei der zweijährigen Ausbildung zur Gesundheits- und Pflegeassistenz hat sich die Zahl der Ausbildungsanfänger von 161 auf 245 erhöht.

„Der jetzt erreichte Zuwachs an Auszubildenden in der Altenpflege und in der Ausbildung zur Gesundheits- und Pflegeassistenz übertrifft unsere Erwartungen. Jetzt kommt es darauf an, den zukünftigen Fachkräften in den Betrieben eine langfristige Perspektive zu bieten“, sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).

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Hamburg hat die Kosten für die Ausbildungsvergütungen mittlerweile auf alle Betriebe der Branche verteilt – unabhängig davon, ob sie ausbilden oder nicht. Ausbildung wird damit für Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil. Die Betriebe im Altenpflegebereich haben ihre Ausbildungsanstrengungen dementsprechend deutlich erhöht.

Ausbildungsumlage für Altenpflege in Hamburg ein voller Erfolg
„Die Einführung der Ausbildungsumlage für Altenpflege in Hamburg ist ein riesiger Erfolg. Alle Pflegeverbände sind hocherfreut, dass dieser weitere Schritt zur Ausbildung von Altenpflegefachkräften gelungen ist“, sagte Martin Sielaff, Geschäftsführer der Hamburgischen Pflegegesellschaft eV. Sie erhebt die Ausbildungsumlage für Altenpflegeberufe von den über 500 Hamburger Pflegebetrieben.

Ein weiterer Grund für den Anstieg der Ausbildungszahlen in der Altenpflege sei ein in diesem Jahr gestartetes Programm, das Beschäftigte mit einem Helferabschluss in der Pflege besonders motiviert, eine verkürzte Altenpflegeausbildung zu machen. Hiervon machten 50 erfahrene Pflegekräfte im gerade begonnenen Ausbildungsjahr Gebrauch. Das Programm werde von der Stadt Hamburg und vom Europäischen Sozialfonds gefördert und durch Eigenleistungen der ausbildenden Betriebe unterstützt. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #92214
H.-D. Falkenberg
am Montag, 17. November 2014, 20:48

30 Prozent mehr Auszubildende...........

Wichtig ist, diesen meist jungen Menschen neben der pflegerischen und betreuerischen Unterweisung auch ein Kostenbewusstsein zu vermitteln. Wer Geld verbraucht (ausgibt), muss auch wissen, wo es herkommt. Einige Stunden Betriebswirtschaft können dabei hilfreich sein. Auch die Teilnahme als Gast bei Entgeltverhandlungen schärft den Blick auf Kosten (und Erlöse) und fördert das Verständnis für eine manchmal prekäre Situation in sozialen Einrichtungen.
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