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Ausland

Actavis will Botox-Hersteller für 66 Milliarden Dollar kaufen

Montag, 17. November 2014

New York – In der Pharmabranche steht die nächste große Übernahme an: Der US-Pharmakonzern Actavis, bekannt für seine Medikamente gegen Alzheimer und Parkinson, will den Hersteller des in der ästhetischen Chirurgie zur Faltenglättung eingesetzen Mittels Botox, Allergan, kaufen. Actavis werde 66 Milliarden Dollar (knapp 53 Milliarden Euro) zahlen, teilten die beiden Unternehmen am Montag mit. Mit der Fusion entstehe einer der zehn größten Pharmakonzerne der Welt.

Actavis werde im Schnitt 219 Dollar pro Allergan-Aktie zahlen, kündigte der US-Konzern an. Die insgesamt 66 Milliarden Dollar liegen weit über der Summe, die der kanadische Pharmakonzern Valeant für Allergan geboten hatte: 53 Milliarden Dollar. Valeant hatte seit April um Allergan gebuhlt und im Oktober angekündigt, es werde sein Angebot auf 60 Milliarden Dollar erhöhen. Am Montag teilte das Unternehmen mit, es werde Actavis nicht überbieten. Das könne der Konzern vor seinen Aktionären nicht rechtfertigen, erklärte Konzernchef Michael Pearson.

Actavis, mit steuergünstigem Sitz in Irland, und Allergan würden zusammen einen Umsatz von 23 Milliarden Dollar jährlich machen. Führen würde das neue Unternehmen Actavis-Chef Brent Saunders. Der Zusammenschluss muss aber noch von den Kartellbehörden und den Aktionären genehmigt werden. Die Anteilseigner kommen am 18. Dezember zu einer Haupt­ver­samm­lung zusammen.

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Das Allergan-Management brüskiert mit der Entscheidung für Actavis seinen größten Einzelaktionär, den Milliardär Bill Ackman. Er besaß zum 30. Juni einen Anteil von 9,7 Prozent an Allergan und unterstützte das Angebot von Valeant. © afp/aerzteblatt.de

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