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Politik

Arbeitsmediziner fordern umfassende Präventionsstrategie

Dienstag, 18. November 2014

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) hat den Referentenentwurf eines „Gesetzes zur Stärkung der Gesund­heits­förder­ung und der Prävention“ begrüßt. „Die Stärkung von Prävention und Gesund­heits­förder­ung dient nicht nur der Lebensqualität, sondern auch der ökonomischen Stabilisierung unseres Gesundheitswesens und ist zudem unverzichtbar für eine Begrenzung der durch chronische Krankheiten verursachten volkswirtschaftlichen Verluste“, hieß es aus der Fachgesellschaft.

Die Arbeitswelt ist in Deutschland laut der DGAUM das größte Präventionssetting für die Verhaltens- und die Verhältnisprävention. Arbeitsmediziner und Betriebsärzte seien in der Lage, fast 42 Millionen arbeitende Menschen anzusprechen und für präventiv- medizi­nische Maßnahmen zu sensibilisieren oder zu gewinnen. Im Rahmen des betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements gestalteten sie gemeinsam mit Arbeitsnehmern und -gebern außerdem die Rückkehr in den Beruf nach längeren Krankheitsphasen.

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Für das Gesetzgebungsverfahren fordert die Fachgesellschaft, die Schnittstellen zwischen Primär- und Sekundärprävention sowie beruflicher Wiedereingliederung genauer zu definieren und die verschiedenen Präventionsbereiche besser zu vernetzen. Außerdem sollte die private Kran­ken­ver­siche­rung und die Beihilfesysteme im Bund und den Bundesländern in die Finanzierung einbezogen werden, wenn das Präventionsgesetz auch für verbeamtete Arbeitnehmer gelten und eine positive Wirkung entfalten solle.

Wichtig sei zudem, die Qualität der Präventionsangebote zu sichern. An dieser Qualitätssicherung und an der Zertifizierung von Angeboten sollten wissenschaftliche Fachgesellschaften beteiligt werden. © hil/aerzteblatt.de

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