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Ärzteschaft

Abweichende Konzepte zur Versorgung von Schmerzpatienten

Dienstag, 18. November 2014

Berlin – Unterschiedliche Vorstellungen zur Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen haben die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin und die Bundesärzte­kammer (BÄK). „Patienten mit chronischen Schmerzen haben neben den körperlichen Problemen als Bestandteil und Folge ihrer Erkrankung häufig auch soziale und psychische Schwierigkeiten. Der diagnostische Aufwand unter Einbeziehung der verschiedenen Disziplinen, wie Schmerzmedizin, Psychologen, gegebenenfalls Neurologen und Orthopäden sowie Physiotherapeuten ist enorm“, sagte Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Fachgesellschaft. Die DGS fordere daher einen Facharzt für Schmerzmedizin.

Die Versorgung von Schmerzpatienten war auch Gegenstand des 117. Deutschen Ärztetages 2014 in Düsseldorf. „Patienten haben ein Recht auf eine strukturierte und wirksame Schmerztherapie“, erklärt Martina Wenker, Vizepräsidentin der BÄK, in einem Hintergrundpapier der BÄK zum Thema. Es sei gut, dass die Schmerzmedizin als Querschnittsfach in der ärztlichen Approbationsordnung verankert worden und von 2016 an Pflicht-und Prüfungsfach für Medizinstudierende sei. Weitere Schritte müssten folgen.

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Unter anderem sei eine adäquate Versorgungsstruktur für chronisch schmerzkranke Patienten in interdisziplinären und multiprofessionellen Teams notwendig. Die Akutschmerz­therapie in den Kliniken müsse gestärkt und ein strukturiertes Schmerzmanagement in den Qualitätsmanagementsystemen der Krankenhäuser installiert werden.

Forderungen nach der Einführung eines Facharztes für Schmerzmedizin erteilte Wenker hingegen eine Absage. „Zielführender ist die konsequente Weiterentwicklung der schmerzmedizinischen Kompetenz in allen patientenversorgenden Fachgebieten“, betonte die BÄK-Vizepräsidentin. © hil/aerzteblatt.de

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