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Ärzteschaft

Grundversorgende Fachärzte sehr unzufrieden mit wirtschaftlicher Lage

Dienstag, 18. November 2014

Berlin – Fachärzte der Grundversorgung sind besonders unzufrieden mit ihrer wirtschaft­lichen Situation und sehen Nachholbedarf beim Einkommen. Das zeigt eine Detail­auswertung von Befragungsergebnissen des sogenannten Ärztemonitors 2014. Dafür hatte das Meinungsforschungsinstitut infas im Auftrag der Kassenärztlichen Bundes­vereinigung (KBV) und des NAV-Virchow-Bundes (NAV) im Frühjahr mehr als 10.000 Niedergelassene telefonisch zu ihrer Arbeitszufriedenheit und ihren beruflichen Perspek­tiven befragt. „Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten arbeiten durchweg gern. Doch vielen fehlt ausreichend Zeit für ihre Patienten, und etwa die Hälfte ist nicht zufrieden mit ihrem Einkommen“, waren zentrale Ergebnisse dieses Ärztemonitors.

Die jetzt vorliegende Detailauswertung der Befragungsergebnisse sollte klären, welche Gruppen aus welchen Gründen besonders unzufrieden sind. „Die generellen Zufrieden­heitswerte des Ärztemonitors 2014 sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem die grundversorgenden Fachärzte unter den Rahmenbedingungen leiden“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Gassen.

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Der Ärztemonitor 2014 hatte ergeben, dass 39 Prozent der Ärzte insgesamt mit ihrer wirtschaftlichen Situation unzufrieden sind. „Weit über diesem Wert liegen Chirurgen und Orthopäden (55 Prozent), HNO-Ärzte (51 Prozent) und Urologen (48 Prozent)“, sagte Dirk Heinrich, Bundesvorsitzendem des NAV. Außerdem seien Frauen- und Augenärzte ebenfalls unzufrieden mit ihrer Einkommenssituation.

Ein Problem aller Grundversorger ist laut der jetzt vorliegenden Detailauswertung die schwierige Suche nach einem Praxisnachfolger. Hier gaben 82 Prozent der Hausärzte an, dass sie Probleme hätten, einen Nachfolger zu finden, gefolgt von Kinderärzten (73 Prozent), Augenärzten (67 Prozent) sowie Orthopäden und Chirurgen (65 Prozent). „Über den Ärztemangel wird viel gesprochen, doch um junge Mediziner in die Niederlassung zu bekommen, müssen wir die Bedingungen vor allem bei den Grundversorgern deutlich verbessern“, so Gassens Fazit. © hil/aerzteblatt.de

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