NewsPolitikMarburger Bund: Für ambulante Leistungen fehlt Krankenhäusern oft Personal
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Marburger Bund: Für ambulante Leistungen fehlt Krankenhäusern oft Personal

Mittwoch, 19. November 2014

Berlin – „Wenn die Krankenhäuser mehr ambulante Leistungen erbringen sollen, muss auch eine ausreichende Zahl von Ärzten dafür zur Verfügung stehen. In vielen Häusern fehlt aber heute schon Personal. Diese Häuser können nicht auch noch zusätzliche ambulante Leistungen übernehmen.“ Das sagte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, heute vor Journalisten anlässlich der Pläne der Bundes­regierung, Krankenhäuser in unterversorgten Regionen stärker für ambulante Leistungen zu öffnen.

Es gebe jedoch auch Krankenhäuser, so Henke weiter, die in jeder Abteilung zusätzlich ein bis zwei Stellen geschaffen hätten, „weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass das zu einer höheren Mitarbeiter- und Patientenzufriedenheit führt“. Diese Krankenhäuser könnten dann auch eher ihre Stellenpläne decken, selbst, wenn sie sich in regional nicht so günstiger Lage befänden. In solchen Häusern gebe es dann auch die Chance, ambulante Aufgaben zu erfüllen.

Anzeige

Union und SPD wollen im Rahmen des Versorgungsstärkungsgesetzes (VSG) die Zulassungsausschüsse dazu verpflichten, Krankenhäuser bei einer Unterversorgung zur Teilnahme an der ambulanten ärztlichen Versorgung zu ermächtigen. Die Krankenkassen hatten dieses Vorhaben begrüßt. „Die Einbeziehung der Krankenhäuser in die ambu­lante ärztliche Versorgung in strukturschwachen Gebieten hilft, die medizinische Versor­gung da sicherzustellen, wo sich künftig nicht mehr genug Ärzte in freier Praxis finden“, befand der Verband der Ersatzkassen (vdek).

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) lehnt diese Pläne hingegen ab. „Diese Regelung dürfte sich nicht nur kontraproduktiv auf die Niederlassungswilligkeit von Ärzten in unterversorgten Regionen auswirken, sondern zudem Niederlassungen blockieren“, schrieb die KBV in ihrer Stellungnahme zum VSG. Zudem fehlten Kranken­häusern gerade in strukturschwachen Regionen ebenfalls Hausärzte und grundver­sorgende Fachärzte. © fos/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. Juli 2019
Bremen – Die Mitglieder der Linken haben gestern in einer Urabstimmung mehrheitlich für eine rot-grün-rote Regierungskoalition in Bremen gestimmt. Damit ist der Weg frei für eine Koalition aus SPD,
Koalitionäre in Bremen stellen Verdopplung der Krankenhausinvestitionen in Aussicht
17. Juni 2019
Düsseldorf – Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat der Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) in ihrer jüngsten Sitzung erstmals Zahlen zur neuen Bedarfsplanungsrichtlinie vorgestellt,
Neue Bedarfsplanungsrichtlinie schafft keine zusätzlichen Ärzte
20. Mai 2019
Frankfurt am Main – Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen hat die neue Bedarfsplanungsrichtlinie begrüßt, zugleich aber daran erinnert, dass die Richtlinie kein neues
Neue Bedarfsplanung allein verbessert Versorgung nicht
16. Mai 2019
Berlin – In Deutschland stehen demnächst 3.466 neue Sitze für Vertragsärztinnen und -ärzte zur Verfügung. Mit der neuen Bedarfsplanung, die der zuständige Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) heute
3.466 neue Vertragsarztsitze in Deutschland möglich
16. Mai 2019
Berlin – Eine Mehrheit von niedergelassenen Ärzten (53 Prozent) berichtet, dass der Wert ihrer Praxis im Verlauf der Selbstständigkeit gesunken ist. Das geht aus einer bundesweiten Befragung von 1.008
Viele Ärzte überschätzen Abgabewert ihrer Praxis
8. Mai 2019
Berlin – Die Bundesregierung vertritt die Auffassung, dass psychisch kranken Versicherten jederzeit eine ausreichende Anzahl an Therapieplätzen für die psychotherapeutische Behandlung zur Verfügung
Psychotherapie: Regierung setzt auf Bedarfsplanungsreform zur Reduzierung von Wartezeiten
7. Februar 2019
Düsseldorf – Der seit Ende 2018 bestehende Strukturfonds, ein Förderprogramm der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) für schlecht versorgte Regionen, zeigt erste Wirkung. „Bereits wenige
VG WortLNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER