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Ärzteschaft

Bayerischer Hausärzteverband empfiehlt MRSA-Zertifizierung

Mittwoch, 19. November 2014

München – Auf die Möglichkeiten für Hausärzte, Besiedelungen und Infektionen mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) zu diagnostizieren und zu thera­pieren hat der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) in einem Newsletter hinge­wiesen. Die Keime seien nicht nur ein Problem der Krankenhäuser und Pflegeheime, sondern beträfen zunehmend auch den ambulanten Bereich. „Denn nicht selten nehmen Patienten die resistenten Keime beispielsweise nach der Entlassung aus dem Kranken­haus mit nach Hause – und zum betreuenden Hausarzt in die Praxis“, hieß es aus dem Verband.

Seit April 2014 ermögliche der neue EBM-Abschnitt 30.12 mit den Ziffern 30940 bis 30956 Ärzten mit entsprechender Abrechnungsgenehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), Leistungen im Zusammenhang mit MRSA abzurechnen. Voraussetzung für diese Abrechnungsgenehmigung ist die Zusatzausbildung „Infektiologie“ oder eine „MRSA-Zertifizierung“. Die KV Bayerns bietet letztere ihren Mitgliedern kostenfrei an.

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Laut dem Fachreferenten Hygiene bei der KV Bayerns, Lutz Bader, haben bisher etwa 1.200 Niedergelassene in Bayern die Genehmigung zur Abrechnung von Leistungen des EBM-Abschnitts 30.12. Drei Viertel von ihnen seien Hausärzte. © hil/aerzteblatt.de

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