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Ausland

UNO: Welt kann Aids bis 2030 in den Griff bekommen

Mittwoch, 19. November 2014

Los Angeles – Die Welt kann die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit Aids nach Einschätzung der UNO bis 2030 in den Griff bekommen - muss dafür allerdings ihre Anstrengungen deutlich verstärken. Der Chef des UN-Aidsprogramms, Michel Sidibe, und die südafrikanische Schauspielerin Charlize Theron präsentierten am Dienstag einen Bericht, der eine 90-90-90-Strategie vorsieht: Bis zum Jahr 2020 sollen 90 Prozent der Menschen mit HIV von ihrer Infektion wissen, 90 Prozent von denen, die davon wissen, sollen in Behandlung sein und 90 Prozent der Behandelten sollen eine unterdrückte, kontrollierte Virenlast aufweisen.

Bis zum Jahr 2030 soll diese Formel dann auf 95-95-95 erhöht werden. Wenn das klappt, könnten dem in Los Angeles präsentierten Bericht zufolge rund 28 Millionen HIV-Neuinfektionen verhindert werden. „Wir haben die Richtung der Epidemie geändert”, erklärte Sidibe. Nun habe die Welt fünf Jahre Zeit, um dafür zu sorgen, dass sie "für immer eingedämmt" werde. Andernfalls bestehe das Risiko, dass sie wieder außer Kontrolle gerate.

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Theron erklärte dazu, wenn junge Menschen Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten, Schutzmaßnahmen und Aufklärung über HIV und Aids hätten, würden sie auch "die richtigen Entscheidungen für ihre Zukunft treffen". Weltweit müssten alle Betroffenen und Gefährdeten in die Strategie mit einbezogen werden, um HIV und Aids einzudämmen, forderte sie. Im vergangenen Jahr lebten weltweit rund 35 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. © afp/aerzteblatt.de

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