Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

PKV meldet hohe Nachfrage an geförderter Pflegezusatz­versicherung

Freitag, 21. November 2014

Berlin – Die Private Krankenversicherung (PKV) hat 2013 einen leichten Rückgang bei der Vollversicherung verzeichnet. Im vergangenen Jahr waren rund 8,89 Millionen Personen privat krankenversichert. Das sind circa 66.200 Personen (0,74 Prozent) weniger als noch 2012. Die PKV führt diesen Rückgang vor allem auf die hohe Zahl ehemals Selbstständiger zurück, die in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wechselten und somit unter die gesetzliche Versicherungspflicht fallen. Darüber hinaus schlage sich auch die bewusste Abkehr von „Billig-Tarifen“ in der gesunkenen Anzahl der Vollversicherten nieder.

Dagegen ist das Neugeschäft der PKV insgesamt deutlich gewachsen: Die Zahl der Krankheitsvoll- und Zusatzversicherungen stieg 2013 auf mehr als 32,4 Millionen Versicherungen. Die Zusatzversicherungen verzeichneten dabei einen Zuwachs um 2,0 Prozent auf 23,5 Millionen. Vor allem die staatlich geförderte ergänzende Pflegever­sicherung kam bei der Bevölkerung gut an: 2013 wurden 353.600 geförderte Verträge abgeschlossen. Das ist fast doppelt so viel wie der Neuzugang in der ungeförderten Pflegezusatzversicherung mit 168.600 neuen Verträgen.

Geringes Wachstum
Die Beitragseinnahmen in der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung stiegen um 0,8 Prozent leicht auf insgesamt 35,9 Milliarden Euro. Ursachen für das vergleichsweise geringe Wachstum sieht die PKV unter anderem in der moderaten Beitragsentwicklung bei vielen PKV-Unternehmen, dem rückgängigen Bestand in der Vollversicherung sowie einem bilanziellen Sondereffekt durch die Einführung des so genannten Notlagentarifs. Die Versicherungsleistungen stiegen in der Kranken- und Pflegeversicherung um 4,2 Prozent auf insgesamt 24,3 Milliarden Euro.

Altersrückstellungen in den letzten zehn Jahren verdoppelt
Die Alterungsrückstellungen stiegen 2013 um 6,8 Prozent auf 194,0 Milliarden Euro – 166,9 Milliarden Euro in der Krankenversicherung und 27,1 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung. „In den letzten zehn Jahren haben sich die kapitalgedeckten Alterungsrückstellungen mehr als verdoppelt“, unterstrich PKV-Verbandsvorsitzender Uwe Laue, bei der Vorstellung Branchenzahlen. So sorge die PKV mit Zins und Zinseszins für den absehbaren Leistungsbedarf ihrer Versicherten im Alter vor.

© hil/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

27.04.17
Ökonomen weisen auf wirtschafts­politische Bedeutung der privaten Krankenversicherung hin
Berlin/München – Auf die ökonomische Bedeutung der privaten Krankenversicherung (PKV) und ihren Beitrag zum Wohlstand in Deutschland hat das WifOR-Institut hingewiesen. Das Institut ermittelt im......
27.03.17
PKV sieht sich als Innovationsmotor für das Gesundheitssystem
Berlin - Als „Türöffner für Innovationen im Gesundheitssystem“ sieht sich die private Krankenversicherung (PKV) in Deutschland. Das geht aus einer neuen Studie des PKV-Verbandes hervor, die dem......
22.03.17
Zugang zu medizinischen Leistungen in Deutschland im internationalen Vergleich sehr gut
Berlin – Der Zugang zu medizinischen Leistungen ist in Deutschland sehr gut. Außerdem sind die Wartezeiten hierzulande im internationalen Vergleich sehr gering. Das legt ein Ländervergleich des......
01.02.17
Hamburg – Wenn Versicherte in ihrer privaten Krankenversicherung den Tarif wechseln wollen, gibt es Verbraucherschützern zufolge oft Probleme. Mal dauere es sehr lange, bis die Versicherung ein......
26.01.17
PKV: Versichertenzahlen stabilisieren sich
Berlin – Nach jahrelangen Rückgängen bei der Zahl der Vollversicherten sieht sich die Private Krankenversicherung (PKV) wieder im Aufwind. Erstmals seit 2012 habe die PKV in der zweiten Hälfte des......
23.01.17
Sozialversicherungs­pflicht: Reformpläne für Notärzte
Berlin – Ärzte, die in einer Nebentätigkeit als Notärzte tätig sind, sind nach Plänen der Großen Koalition künftig für diese Arbeit unter bestimmten Bedingungen nicht mehr......
11.01.17
Berlin – Die SPD will nach den Worten ihres Fraktionsvizes Karl Lauterbach eine Überleitung der Beamten- in die Bürgerversicherung in das SPD-Wahlprogramms aufnehmen. Dieser Plan könne neben einer......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige