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Frauen sind bei der Arztwahl kritischer als Männer

Freitag, 21. November 2014

Hamburg – Weibliche Patienten haben deutlich weniger Vertrauen in das deutsche Gesundheitswesen als Männer. Das geht aus dem Meinungspuls Gesundheit 2014 der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Demnach sind fast 20 Prozent der Frauen mit dem Angebot an Arztpraxen in ihrer Umgebung unzufrieden. Bei den Männern sind nur 13 Prozent dieser Meinung.

Während Männer Arztbesuche pragmatisch angehen und in der Regel nach Diagnose­stellung und Therapievorschlag keinen weiteren Informationsbedarf verspüren, wollen Frauen stärker mitreden. So überlässt jeder zweite Mann dem Arzt als Fachmann die Entscheidungsfindung, während dies nur jede dritte Frau so sieht. Jede fünfte Frau vermutet, dass bei ihr schon einmal etwas schief gelaufen ist. Dagegen geben nur 15 Prozent der Männer an, dass sie innerhalb der letzten zehn Jahre bei Diagnose oder Therapie von einem Fehler betroffen waren.

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„Frauen gehen achtsamer mit ihrer Gesundheit um und sind daher öfter beim Arzt als Männer. Entsprechend kritischer fühlen sie den Experten auf den Zahn", verdeutlicht TK-Psychologe Heiko Schulz. „Männer dagegen erwarten beim Arzt eine Dienstleistung, die schnell und zuverlässig erledigt werden soll - ähnlich der eines Handwerkers." Schulz empfiehlt Männern, etwas mehr Zeit in die Vor- und Nachbereitung eines Arztbesuchs zu investieren: „Wer sich als Patient Wissen aneignet, hilft nicht nur sich selbst, sondern auch dem Arzt.“ Frauen dagegen sollten nicht vergessen, mit einem gewissen Vertrauens­vorschuss in die Arztpraxis zu kommen. © hil/aerzteblatt.de

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