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Hochschulen

Neues Schlaganfallnetz in Schleswig-Holstein gegründet

Montag, 24. November 2014

Kiel – Der Zusammenschluss der vier neurologischen Kliniken in Kiel, Neumünster, Rends­­burg und Schleswig zum neuen Schlaganfallnetz Schleswig-Holstein soll die Versorgung im nördlichen Teil des Bundeslandes entscheidend verbessern. Die Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) auf dem Campus Kiel koordiniert das Netz.

Nach Angaben der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft (DSG) haben vor allem die Stroke Units die Behandlungsqualität in Schleswig-Holstein erheblich verbessert. Alle am neuen Netz beteiligten Kliniken verfügen über eine solche spezialisierte Station für Schlaganfallpatienten. Sie sind nach den Kriterien der DSG zertifiziert.

„Der Aufbau von modernen Schlaganfallnetzen ist jetzt der nächste Schritt in der Entwicklung der Schlaganfallversorgung in Deutschland, die allen Patienten die modernste und für sie geeignetste Behandlungsqualität bringen wird“, erläuterte Joachim Röther, Past-Präsident der DSG.

Im Schlaganfallnetzwerk Schleswig-Holstein werden alle Patienten mit neurovaskulären Erkrankungen fachübergreifend versorgt. Die gleichberechtigten Partner etablieren einheitliche medizinische Standards und flächendeckende Strukturen, die die bestmög­liche Versorgung der individuellen Erkrankung zur richtigen Zeit am richtigen Ort garantieren sollen. Während die Mehrzahl der Patienten an allen vier Orten versorgt werden kann, werden wenige, besonders betroffene Patienten mit neuen Katheter­techniken oder speziellen Operationen in Kiel behandelt.

Die hierzu notwendigen personellen und infrastrukturellen Voraussetzungen können nicht alle Kliniken vorhalten. Das Kieler Neurozentrum stellt sie aber für jeden Schlaganfall-Patienten rund um die Uhr bereit. „Dass die beteiligten Kliniken mit Stroke-Units in Kiel, Neumünster, Rendsburg und Schleswig ihre Standards nun vereinheitlichen und Patienten, die der speziellen Interventionen bedürfen, unter­einander koordinieren, ist neu“, sagte Günther Deuschl, Direktor der Klinik für Neurologie des UKSH, Campus Kiel, und Präsident der Europäischen Neurologenvereinigung. © hil/aerzteblatt.de

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