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Medizin

Psoriasis: Schwere Hautreaktionen unter Ustekinumab

Montag, 24. November 2014

Neuss – Unter der Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Ustekinumab kann es in seltenen Fällen zu einer Ablösung äußerer Hautschichten (Exfolation) kommen, die im Fall einer exfoliativen Dermatitis (Erythrodermie) mit schweren Symptomen einhergehen kann. Darauf macht der Hersteller in Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) aufmerksam.

Ustekinumab wurde 2009 als monoklonaler Antikörper gegen Interleukin 12/23 (IL-12/23) zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis und der aktiven psoriatischen Arthritis zugelassen. Ustekinumab ist dabei ein Reservemittel für Patienten, die auf andere systemische Therapien einschließlich Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA (bei der Plaque-Psoriasis) nicht angesprochen haben oder bei denen eine vorherige nicht-biologische krankheitsmodifizierende antirheumatische Therapie (bei der psoriatischen Arthritis) unzureichend war.

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Während der Behandlung ist es bei Patienten nun zu den besagten Komplikationen gekommen. Der Hersteller gibt die Häufigkeit einer Exfoliation der Haut ohne weitere Symptome mit 1:100 bis 1:1.000 an. Die Häufigkeit der exfoliativen Dermatitis wird mit 1:1.000 bis 1:10.000 beziffert. In einigen Fällen sei die exfoliative Dermatitis wenige Tage nach der Anwendung von Ustekinumab aufgetreten, was auf einen möglichen kausalen Zusammenhang hindeute. Einige Verläufe waren laut dem Hersteller schwer und erforderten einen Krankenhausaufenthalt.

Die Fachinformationen schreiben künftig vor, dass die Therapie im Fall einer exfoliativen Dermatitis abgesetzt werden muss. Die Diagnose kann allerdings im Einzelfall schwer sein, da einige Patienten mit Plaque-Psoriasis im Rahmen des natürlichen Verlaufs ihrer Erkrankung eine erythrodermische Psoriasis entwickeln, deren Symptome sich klinisch nicht von denen einer exfoliativen Dermatitis unterscheiden. © rme/aerzteblatt.de

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