NewsÄrzteschaftMittlerweile 66 Weiterbildungs­verbünde Allgemeinmedizin in Bayern
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Mittlerweile 66 Weiterbildungs­verbünde Allgemeinmedizin in Bayern

Donnerstag, 27. November 2014

München – Die Arbeit der Koordinierungsstelle für die Weiterbildung in der Allgemein­medizin (KoStA) bewährt sich. Dieses positive Fazit haben die Trägerorganisationen vier Jahre nach dem Start der Koordinierungsstelle gestern in München gezogen. „Wenn vier starke Organisationen sich gemeinsam für ein wichtiges Ziel engagieren, können sie auch etwas bewegen“, sagte Dieter Geis Vorsitzender des Bayerischen Hausärzte­verbandes.

Neben dem Hausärzteverband tragen die Bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK), die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und die Bayerische Kranken­hausge­sellschaft (BKG) die Koordinierungsstelle. Ein Erfolg sei der Ausbau der Weiterbil­dungsverbünde: Im Februar 2012 gab es in ganz Bayern 20 von ihnen, im November 2014 66.

BLÄK-Präsident Max Kaplan rechnete vor, dass Bayern im Schnitt 500 neue Hausärzte pro Jahr benötige. „Jährlich erwerben zirka 220 Kollegen die Facharztqualifikation für Allgemeinmedizin. Zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Bayern auf dem jetzigen Niveau wäre jedoch die doppelte Anzahl notwendig“, erklärte Kaplan. Mit der Errichtung der KoStA werde die Verbundweiterbildung auf qualitativ hohem Niveau organisiert, koordiniert und sichergestellt. „Jetzt liegt es an uns allen, die Weiterbildungs­verbünde mit Leben zu füllen und hierbei insbesondere auf eine möglichst hohe Qualität zu achten“, unterstrich Kaplan.

Anzeige

Aus der KV berichtete der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Krombholz über einen klar erkennbaren Trend in Richtung Weiterbildung in Teilzeit: „Während vor fünf Jahren noch vier Fünftel aller Ärzte in Weiterbildung in Vollzeit tätig waren, ist inzwischen fast ein Drittel von ihnen in Teilzeit tätig“, sagte er.

Krombholz kritisierte die geplante Regelung, die KV Praxen in rechnerisch überver­sorgten Regionen aufkaufen zu lassen. „Eine solche Bestimmung ist für eine flächen­deckende Patientenversorgung absolut kontraproduktiv“, warnte der KV-Chef. Wenn diese Regelung so beschlossen werde, könnten junge Hausärzte gegebenenfalls nicht mehr zum Zuge kommen, selbst wenn sie eine Praxis auf eigene Kosten übernehmen wollten. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

30. Oktober 2019
Magdeburg/Halle – Die Universität Magdeburg startet mit 13 Studierenden die „Klasse Hausärzte“ als neues Programm im Medizinstudium. Damit wolle die Hochschule ihren Beitrag leisten bei der Gewinnung
Hausarztklasse in Magdeburg startet
29. Juli 2019
Stuttgart – In Baden-Württemberg interessieren sich deutlich mehr junge Mediziner für eine Tätigkeit als Hausarzt. Das berichtet die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Baden-Württemberg. Hintergrund ist
Allgemeinmedizin wird für junge Ärzte attraktiver
23. Juli 2019
München – Ein positives Fazit der Arbeit des Lehrstuhls für Allgemeinmedizin hat die Technischen Universität (TU) München zehn Jahre nach dessen Einrichtung gezogen. Das berichtet der Bayerische
Interesse an Allgemeinmedizin seit Lehrstuhleinrichtung an TU München gestiegen
11. Juli 2019
Mainz – In Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jahr 548 Ärzte ihre Facharztweiterbildung abgeschlossen. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen (297) waren Ärztinnen. Das hat die Ärztekammer
Innere Medizin und Allgemeinmedizin beliebte Facharztweiterbildung in Baden-Württemberg
5. Juli 2019
Köln – Hitzeshock, tropische Krankheiten, neue Allergien – der Klimawandel verändert auch den Praxisalltag von Hausärzten. Vor diesem Hintergrund hat der Hausärzteverband Nordrhein auf die Bedeutung
Auswirkungen des Klimawandels auch bei Allgemeinmedizinern angekommen
4. Juli 2019
Hannover/Hamburg – Ein neues Forum zur Vernetzung von Hausärztinnen und Studierenden, die Allgemeinmedizinerinnen werden wollen, gründen die Landesverbände Niedersachsen und Hamburg des Deutschen
Hausärzteverbände Niedersachsen und Hamburg gründen Forum für Hausärztinnen
14. Juni 2019
Düsseldorf – Das von Ge­sund­heits­mi­nis­terium, Ärztekammern, Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr vereinbarte Programm zur Förderung des
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER