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Psychische Leiden rücken als Todesursache mehr in den Fokus

Donnerstag, 27. November 2014

Wiesbaden – Es gibt eine auffällige Verschiebung in der Liste der häufigsten Todes­ursachen: Psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen wurden im vergangenen Jahr häufiger als Grund des Sterbens diagnostiziert. Das geht aus einer am Donnerstag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Statistik hervor. Derzufolge gab es 16,9 Prozent mehr Todesfälle in dieser Diagnosegruppe. In 80 Prozent dieser Sterbefälle war laut Statistik eine Demenzerkrankung die Todesursache.

Dahinter steckt auch, dass sich der Blick auf die Todesursachen verändert hat: Mehr als die unmittelbare Ursache (zum Beispiel Multiorganversagen) und deren Auslöser (etwa Lungenentzündung) rückt das Grundleiden (zum Beispiel Krebs) in den Fokus der Statistiker. Ist ein verwirrter Mensch am Ende seines Lebens nicht mehr in der Lage, zu essen oder zu trinken, kann als Grunderkrankung Demenz in den Totenschein eingetragen werden, wie ein Destatis-Fachmann erklärte.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben häufigste Todesursache
Insgesamt blieben auch 2013 Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache. Fast 40 Prozent aller Sterbefälle - 153 309 Männer und 201 184 Frauen - waren darauf zurückzuführen, vor allem bei Älteren. Häufigste Einzeldiagnose ist hier der Herzinfarkt. Der zweithäufigste Grund zu sterben sind weiter Krebserkrankungen. Ein Viertel aller Sterbefälle war 2013 einem Tumor geschuldet: 127 748 Männer und 102 094 Frauen starben daran. Bei Männern waren Verdauungsorgane und Atmungsorgane am häufigsten betroffen. Bei Frauen ist Brustkrebs die häufigste Einzeldiagnose.

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3,8 Prozent aller Todesfälle waren auf keine natürliche Ursache zurückzuführen. Gründe dafür sind zum Beispiel Verletzung oder Vergiftung, aber auch ein Sturz. 10 076 Menschen begingen Suizid - der Anteil der Männer ist fast dreimal so groß wie der der Frauen.

Angstmacher Krebs
Wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab, haben 69 Prozent der Deutschen Angst, an einem bösartigen Tumor zu erkranken. Alzheimer oder Demenz sowie schwere Unfälle sind für knapp die Hälfte der Befragten (jeweils 49 Prozent) die größten Angstmacher. Für die seit 2010 jährlich erstellte Studie hat Forsa 5413 Menschen befragt. © dpa/aerzteblatt.de

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