NewsMedizinItalien nimmt nach Todesfällen Chargen des Grippe-Impfstoffs Fluad vom Markt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Italien nimmt nach Todesfällen Chargen des Grippe-Impfstoffs Fluad vom Markt

Freitag, 28. November 2014

Rom – Nach vier schweren Zwischenfällen, in drei Fällen mit Todesfolge, hat die italienische Arzneimittelbehörde AIFA zwei Chargen des Grippe-Impfstoffs Fluad vorsorglich vom Markt genommen.

Bei den Todesfällen handelt es sich italienischen Pressemeldungen zufolge um zwei ältere Frauen und einen älteren Mann, die innerhalb von 48 Stunden nach einer Grippeimpfung gestorben sind. Laut AIFA hatten sie die Chargen 142701 oder 143301 erhalten, die jetzt nicht mehr verwendet werden dürfen. Die Behörde schreibt, dass es sich um eine vorsorgliche Maßnahme handelt. Ein Kausalzusammenhang sei derzeit nicht erwiesen.

Anzeige

Der Hersteller Novartis teilte mit, dass die erste Übersicht keine Hinweise auf Produk­tionsfehler ergeben habe. Die beiden Chargen seien „im Einklang mit allen Produktions- und Qualitätsstandards“ hergestellt worden.

Fluad wurde 1997 als Grippe-Impfstoff für Senioren eingeführt, bei denen die meisten Vakzinen eine verminderte Schutzwirkung zeigen. Um die Wirkung des Impfstoffs zu erhöhen, enthält Fluad das Adjuvans MF59C.1, eine Mischung aus Squalen, Polysorbat, Sorbitantrioleat, Natriumcitrat und Citronensäure.

Der Hersteller hält einen kausalen Zusammenhang für unwahrscheinlich, weil Fluad in klinischen Studien mit über 70.000 Patienten geprüft worden sei und seit der Einführung über 65 Millionen Dosen verimpft wurden. In Deutschland hat es im Oktober 2012 einen vorsorglichen Rückruf mehrerer Chargen gegeben, nachdem es zu Eiweißausflockungen gekommen war. Fluad wird von Novartis Vaccines in Sienna/Italien produziert. © rme/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

15. August 2019
Berlin – Morgen tritt das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) in Kraft. Darauf hat heute das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hingewiesen. Die Reform soll die
Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung tritt in Kraft
13. August 2019
Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat angesichts vermehrter Berichte über Lücken in der Arzneimittelversorgung dazu aufgerufen, die Dimensionen des Problems in Apotheken
KV Nordrhein besorgt über zunehmende Arzneimittelknappheit
29. Juli 2019
Amsterdam und Bonn – Der Verdacht, dass der Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor-Agonist Fingolimod, der seit 2011 zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) zugelassen ist, Fehlbildungen auslösen kann, hat
Fingolimod erhöht Risiko auf Fehlbildungen
25. Juli 2019
Potsdam – Der Brandenburger Pharmahändler Lunapharm, dem das Landesgesundheitsamt nach dem Skandal um angeblich gestohlene Krebsmedikamente den Handel untersagte, fordert vom Land 70 Millionen Euro
Lunapharm fordert von Brandenburg 70 Millionen Euro
22. Juli 2019
Köln – Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt im Umfeld des Bayer-Konzerns wegen eines Todesfalls nach der mutmaßlichen Einnahme von Iberogast. Das berichten das Handelsblatt und Spiegel. „Der
Staatsanwaltschaft ermittelt in einem Todesfall mit Iberogast
22. Juli 2019
Potsdam – Nach dem Skandal um möglicherweise gestohlene Krebsmedikamente hat der Brandenburger Pharmahändler Lunapharm Entschädigung vom Land Brandenburg gefordert. „Es handelt sich um einen hohen
Lunapharm will Entschädigung vom Land
18. Juli 2019
Berlin – Der Hartmannbund (HB) hat die Pläne von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) für Grippeschutzimpfungen in Apotheken kritisiert. „Beim Impfen geht es eben nicht um einen rein technischen
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER