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Wartezeiten auf einen Arzttermin in Deutschland im internationalen Vergleich gering

Montag, 1. Dezember 2014

dpa

Washington/Berlin – Die Wartezeiten auf einen Arzttermin sind in Deutschland im internationalen Vergleich gering. Das zeigt die Studie „International Health Policy Survey 2014“ des US-amerikanische Commonwealth Fund. Wissenschaftler befragten dazu ältere Menschen ab 65 Jahren in elf Ländern, nämlich den USA, Deutschland, Frank­reich, Niederlande, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Schweiz, Schweden, Norwegen und Australien.

Vier von fünf Patienten in Deutschland erhalten danach innerhalb von zwei Tagen einen Termin beim Hausarzt. Dies ist von den elf in der Studie erfassten Staaten sonst nur in Frankreich und Neuseeland möglich.

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Auch beim Zugang zum Facharzt steht Deutschlang gut da: Sechzig Prozent der Patienten können innerhalb von vier Wochen eine entsprechende Praxis aufsuchen. Schneller geht es nur in den USA und in der Schweiz – dort allerdings nur bei privaten Zuzahlungen durch die Patienten.

Den Studienergebnissen zufolge ist das deutsche Gesundheitssystem gut aufgestellt und patientenorientiert, resümiert das Bundesministerium für Gesundheit die Studien­ergebnisse auf seiner Internetseite. Auch bei anderen Faktoren erhielte das deutsche Gesundheitswesen Spitzenwerte. 92 Prozent der Befragten sagten, ihr Arzt widme ihnen genügend Zeit, 82 Prozent fühlten sich durch ihren Arzt ermutigt, Fragen zu stellen. Spitzenwerte erreicht das deutsche Gesundheitssystem der Studie zufolge auch bei der Gesund­heits­förder­ung in der Arztpraxis. „Die meisten Patienten über 65 Jahre sind mit der ärztlichen Betreuung sehr zufrieden“, so das Fazit des Ministeriums.

Gleichwohl hält Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Gröhe an seinen Plänen fest, im Rahmen des sogenannten GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes eine Termingarantie für Patienten einzuführen und Terminservicestellen bei den Kassenärztlichen Vereinigungen per Gesetz einzuführen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte diese wieder­holt kritisiert – sie sie seien nicht nur unwirtschaftlich, sondern schafften de facto auch die freie Arztwahl ab, hieß es aus der KBV. © hil/aerzteblatt.de

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