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Ärzteschaft

Versorgungs­stärkungsgesetz: Hessische Delegierten­versammlung warnt vor psychothera­peutischen Versorgungslücken

Dienstag, 2. Dezember 2014

Frankfurt – Das geplante GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) könnte in Hessen zu Qualitätsverlusten in der psychotherapeutischen Versorgung  führen. Darauf hat die Delegiertenversammlung der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen (LAEKH) in einer Resolution hingewiesen. Darin wendeten sich die Ärztevertreter entschieden gegen Versuche, die bereits lange bekannten Missstände in der ambulanten psychothera­peutischen Versorgung der Bevölkerung zu verschlimmern. 

Sollte das GKV-VSG wie geplant verabschiedet werden, müssten der Kammer zufolge etliche psychotherapeutische Praxissitze abgebaut werden. „Die bereits bestehenden eklatanten Wartezeiten und Versorgungsmängel würden dadurch weiter verschlechtert“, warnte das Ärzteparlament.

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Es kritisierte den als Berechnungsgrundlage herangezogenen Versorgungsgrad für den vertragspsychotherapeutischen Bereich als veraltet und somit nicht valide. Denn der im Gesetzesentwurf berechnete 100-prozentige psychotherapeutische Versorgungsgrad  basiere  auf dem Versorgungs-Ist-Zustand bei der Verabschiedung des Psychothera­peutengesetzes 1999.

Vor diesem Hintergrund forderte das Ärzteparlament  die hessischen Bundestagsab­geordneten, das Hessische Ministerium für Soziales und Integration sowie die Kassenärztliche Vereinigung Hessen auf, die durch das Gesetz drohende Fehlent­wicklung im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung  zu verhindern. © hil/aerzteblatt.de

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