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Gutachten: Bestandserhebung zu Versorgungsdaten

Dienstag, 2. Dezember 2014

Köln ­- Wer erhebt und pflegt welche Datenbestände im Gesundheitswesen? Welche Nutzungsmöglichkeiten gibt es für die Forschung? Auf welcher gesetzlicher Grundlage und unter welchen Voraussetzungen? Um diese Fragen zu klären, hat die PMV forschungsgruppe im Auftrag des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) das Gutachten „Daten für die Versorgungsforschung. Zugang und Nutzungsmöglichkeiten“ erarbeitet. Es stellt eine Fortschreibung der für die Bundes­ärzte­kammer im Jahr 2010 erarbeiteten Expertise dar.

Datenbestände fallen an vielen verschiedenen Stellen im Gesundheitswesen an, etwa zur Abrechnung zwischen Ärzten und Kran­ken­ver­siche­rungen. Sie enthalten unter anderem Angaben zu Diagnosen, Therapien und Kosten. Daher liefert die Analyse solcher Routinedaten wichtige Informationen zur Gesundheitsplanung und zur Verbesserung der Versorgungsqualität. So lassen sich beispielsweise große Popula­tionen über lange Zeiträume hin als Kohorte oder auch im Querschnitt der Jahre verfolgen.

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Das Gutachten enthält eine Bestandsaufnahme der Nutzung von Routinedaten in der Gesundheitsforschung und zeigt Anwendungsfelder und Probleme auf. Dabei werden als Datenquellen neben dem Informationssystem Versorgungsdaten des DIMDI zahlreiche weitere Einrichtungen beschrieben, darunter die Sozialversicherungsträger, amtliche Statistiken, Forschungsdatenzentren und die private Kran­ken­ver­siche­rung.

Einschränkende Faktoren
Allerdings sind über die Routinedaten nur die durch die gesetzliche Krankenver­sicherung erstatteten Leistungen erfasst. Individuelle Gesundheitsleistungen, Selbst- oder die Krankenhausmedikationen fehlen. Ebenso mangelt es beispielsweise an klinischen Parametern, die eine Diagnosevalidierung oder die Ableitung des Schwere­grades einer Erkrankung ermöglichen. Hinweise auf Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht sind ebenfalls nicht ableitbar.

Vor diesem Hintergrund bescheinigt das Gutachten dem seit Februar 2014 verfügbaren Informationssystem Versorgungsdaten (Datentransparenz) des DIMDI eine besondere Bedeutung, da hier aggregierte Daten zu allen gesetzlich Krankenversicherten vorliegen. Zudem sind die Daten erstmals einem erweiterten Nutzerkreis zugänglich. © Kbr/aerzteblatt.de

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