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Medizin

Häufige Mutationen bei triple-negativem Mammakarzinom

Dienstag, 2. Dezember 2014

Rochester – Mammakarzinome, deren Zellen keine Rezeptoren für Östrogene, Progesteron oder HER2/neu exprimieren, werden häufig durch Defekte in der DNA-Reparatur ausgelöst. In einer Studie im Journal of Clinical Oncology (2014; doi: 10.1200/JCO.2014.57.1414) wurde bei jedem siebten Fall eine Mutation gefunden.

Triple-negative Mammakarzinome (TNBC) treten häufig bei jungen Frauen vor der Menopause auf. Sie werden oft bei Frauen mit einem erhöhten familiären Risiko und in ethnischen Gruppen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko wie aschkenasischen Jüdinnen gefunden. Eine Assoziation mit den klassischen Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2 ist bekannt. Bislang fehlten aber systematische Untersuchungen zur Prävalenz in einer selektierten Gruppe von Frauen mit triple-negativem Mammakarzinom.

Das Triple-Negative Breast Cancer Consortium um Fergus Couch von der Mayo Clinic in Rochester hat deshalb bei 1.824 Patientinnen die Gene von 17 bekannten Brustkrebs­genen vollständig sequenziert. Bei 14,6 Prozent aller Patientinnen wurden Mutationen entdeckt, die zum Ausfall der kodierten Genprodukte führen: Am häufigsten waren Mutationen in den Genen BRCA1 (8,5 Prozent) und BRCA2 (2,7 Prozent).

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Bei 3,7 Prozent der Frauen wurden schädliche Mutationen in 15 weiteren Risiko-Genen gefunden. Darunter waren PALB2 (1,2 Prozent) sowie BARD1, RAD51D, RAD51C und BRIP1 (0,3-0,5 Prozent). Die meisten Gene sind in die DNA-Reparatur involviert, deren Ausfall nicht nur das Risiko auf ein Mammakarzinom, sondern auch auf Ovarialkarzinome erhöht. Couch rät deshalb, bei allen Frauen mit TNBC auch ohne positive Familien­anamnese einen Gentest zumindest auf die häufigen BRCA1- und BRCA2-Mutationen durchführen zu lassen. © rme/aerzteblatt.de

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