NewsPolitikDigitalisierung lässt die Gesundheitsbranche wachsen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Digitalisierung lässt die Gesundheitsbranche wachsen

Mittwoch, 3. Dezember 2014

dpa

Berlin – Ein Wachstum der Gesundheitswirtschaft bis 2018 zwischen 2,4 und 8,7 Prozent je nach Region der Welt erwartet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Motor des Wachstums sind laut der Studie „Deloittes Healthcare and Life Sciences Predictions 2020“ die Digitalisierung und das zunehmende Alter der Weltbevölkerung.

Das höchste Wachstum erwarten die Ökonomen für Afrika und den Mittleren Osten (8,7 Prozent), in Westeuropa soll es bei 2,4 Prozent liegen. Der Behandlungsort wird sich laut der Studie von Krankenhäusern hin ins heimische Umfeld verlagern. „Ärzte und Patienten tauschen sich dann hauptsächlich auf digitalen Kanälen aus“, so die Studienautoren. Patienten archivierten und überwachten dabei ihre Vitalwerte selber und steuerten diese zum Beispiel über Smartphone oder Tablet-Applikationen.

Anzeige

„Dieser Trend könnte die Life-Sciences-Branche revolutionieren: Durch die automatische Vitalwertüberprüfung sind keine häufigen Arztbesuche mehr notwendig. Wearables können sowohl den Patienten als auch den Arzt automatisch über wichtige Vorkommnisse informieren. Krankheiten werden so potenziell viel früher erkannt und behandelt“, meint Deloitte. „Wearables“ sind Computersysteme, die dauernd getragen werden, zum Beispiel Armbanduhren, die gleichzeitig den Puls überwachen.

„Die Life-Sciences-Branche ist für die Zukunft gewappnet, wenn sie den Digitali­sierungs­trend mitbestimmt und Geschäftsideen wie Apps vorantreibt. Über digitale Kommuni­kations­kanäle kann eine gute Beziehung zum Patienten aufgebaut werden, die ihn langfristig bindet“, erklärte Gregor-Konstantin Elbel, Partner und Leiter Life Sciences & Health Care bei Deloitte.

Besonders wichtig sei dafür, dass Länder gute Infrastrukturen bereithielten, um Gesundheitsdaten sicher zu übertragen. „Die strukturellen Voraussetzungen sind unterschiedlich und Deutschland hinkt im europäischen Vergleich hinterher“, meinen die Autoren der Studie.

© hil/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER