NewsPolitikKrankenhaus­finanzierung: TK sieht die Bundesregierung in der Pflicht
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Krankenhaus­finanzierung: TK sieht die Bundesregierung in der Pflicht

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Hamburg – Die Techniker Krankenkasse (TK) hat die Bundesländer dazu aufgefordert, ihren Verpflichtungen im Rahmen der dualen Finanzierung der Krankenhäuser nachzu­kommen. „Seit Jahren stellen die Länder nur rund fünf Prozent der Krankenhaus-Betriebskosten für Investitionen zur Verfügung“, sagte der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas. Eigentlich müsste es etwa doppelt so viel sein. So sei ein Investitionsstau von 30 bis 50 Milliarden Euro in den Kliniken aufgelaufen.

Die Folge sei, dass die Krankenhäuser aus den laufenden Einnahmen für die Patienten­versorgung Gelder abzweigen müssten, um notwendige Investitionen zu tätigen, zum Beispiel Baumaßnahmen. Viele Häuser würden deshalb ihre Behandlungszahlen steigern, was nicht im Interesse der Patienten sei. „Die Bundesländer müssen dringend mehr Geld für Investitionen in moderne Krankenhäuser und Behandlungsstrukturen bereitstellen“, forderte der TK-Chef daher.

Anzeige

Aber auch wenn die Bundesländer ihren Verpflichtungen besser nachkämen, sei der Investitionsstau nur noch schwer aufzuholen. „Ohne eine direkte oder indirekte Beteiligung des Bundes sehe ich keine Lösung für die Finanznöte der Krankenhäuser“, sagte Baas. Sollte die Politik aber die Krankenkassen stärker für die Klinikinvestitionen in die Verantwortung nehmen, müssten diese mehr Rechte bei der Krankenhausplanung erhalten, forderte der TK-Vorstand. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

11. Juli 2019
Stuttgart – Die Krankenhausgesellschaft des Landes (BWKG) hat auf eine Verschärfung der finanziellen Probleme von Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Baden Württemberg
Fast jede zweite Klinik in Baden-Württemberg schreibt rote Zahlen
10. Juli 2019
Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat kritisiert, dass die vom Gesetzgeber bestimmte Aufwertung pflegeintensiver Leistungen im Krankenhaus durch die Einführung des Pflegebudgets
Krankenhäuser bemängeln Verlust von 250 Millionen Euro durch Gesetzgebung
9. Juli 2019
Berlin – 120 Krankenhäuser in Deutschland sollen künftig zusätzliche Mittel über einen Sicherstellungszuschlag erhalten. Das war gestern bekannt geworden. Heute zeigten sich mehrere Klinikverbände
Krankenhäuser wollen mehr als nur den Sicherstellungszuschlag
9. Juli 2019
München – Bayern will in den kommenden Jahren rund 440 Millionen Euro in neue Krankenhausbauprojekte investieren. 17 neue Vorhaben quer durchs Land werden damit gefördert – das hat das Kabinett in
Bayern investiert 440 Millionen Euro in Krankenhausbauprojekte
8. Juli 2019
Berlin – Deutsche Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband und Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) haben sich darauf geeinigt, welche Krankenhäuser im kommenden Jahr die im
Sicherstellungszuschläge für 120 ländliche Krankenhäuser
24. Juni 2019
Halle – Den Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt steht seit Jahren nicht ausreichend Geld für Investitionen zur Verfügung. Dabei geht es um neue Medizintechnik, Baumaßnahmen und um Investitionen in
Großer Investitionsstau an Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt
24. Juni 2019
Potsdam – Brandenburgs Ge­sund­heits­mi­nis­terin Susanna Karawanskij (Linke) will Krankenhäuser in den ländlichen Regionen zu Gesundheitszentren ausbauen. Dort sollen Ärzte sowohl in der stationären
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER