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Medizin

Herz-Kreislauf-Risiko­faktoren für Frauen besonders gefährlich

Mittwoch, 3. Dezember 2014

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Berlin – Die Deutsche Hochdruckliga DHL - Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention rät Frauen, insbesondere nach den Wechseljahren verstärkt auf ihre Gesundheit zu achten und ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren zu lassen. „Denn Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen und Übergewicht scheinen sie stärker zu beeinflussen“, hieß es aus der Hochdruckliga.

In Deutschland sterben etwa 36 Prozent aller Männer an Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Bei Frauen beträgt der Anteil 44 Prozent. Frauen erleiden zwar seltener einen Herzinfarkt als Männer. Todesfälle durch Herzschwäche kommen jedoch doppelt so häufig vor. An den Spätfolgen von Bluthochdruck auf das Herz sterben Frauen laut der Fachgesellschaft dreimal häufiger als Männer.

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„Auf geschlechtsspezifische Risikofaktoren allein lassen sich diese Unterschiede nicht zurückführen“, erläutert Martin Hausberg, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hoch­druck­liga Karlsruhe. Auch Rauchen scheine Frauen mehr zu schaden als Männern. Dies könnte nach Einschätzung des Experten an einer höheren Empfindlichkeit der Schleim­haut in den Atemwegen liegen, aber auch an unterschiedlichen Rauchgewohnheiten.

In der Behandlung der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt es laut Hausberg „schwer erklärbare Unterschiede zwischen Männern und Frauen“: Ärzte verordneten Frauen häufiger harntreibende Mittel, Diuretika und Betablocker zur Hochdrucktherapie. Mittel gegen hohe Cholesterinwerte blieben dagegen eher Männern vorbehalten. Dies entspreche aber nicht den Empfehlungen, so der Direktor der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie und Pneumologie des Städtischen Klinikums Karlsruhe.

Geschlechtsspezifische Unterschiede gebe es auch beim Bluthochdruck: Jüngere Frauen hätten zwar seltener einen erhöhten Blutdruck als Männer. Im Alter kehre sich das Verhältnis jedoch um. „Eine rechtzeitige Diagnose der Hochdruckerkrankung ist deshalb bei Frauen besonders wichtig“, so Hausberg. Er empfiehlt neben der Messung des Blutdrucks zu Hause auch die ärztlich angeleitete 24-Stunden-Messung, um zusätzliche Anhaltspunkte für die Therapie zu erhalten. © hil/aerzteblatt.de

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