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Medizin

Gesundes Altern: Mediterrane Kost erhält Telomere

Mittwoch, 3. Dezember 2014

dpa

Boston -  Die mediterrane Kost, die frühere Studien bereits mit der Vermeidung von chronischen Krankheiten und einer niedrigen Sterblichkeit in Verbindung gebracht hatten, war in einer aktuellen Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2014;349:g6674) auch mit längeren Telomeren assoziiert, die als Zeichen für ein gesundes Altern bewertet werden.

Als Telomere werden die Enden der Chromosomen bezeichnet, die sich bei jeder Zelltei­lung verkürzen, bis weitere Zellteilungen nicht mehr möglich werden. Die Länge der Endstücke kann mit der quantitativen Polymerasekettenreaktion beispielsweise in einer Blutprobe bestimmt werden. Die Forschung betrachtet lange Telomere als ein Merkmal des gesunden Alterns, und frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Faktoren eines ungesunden Lebensstils wie Übergewicht, Rauchen oder der Konsum von Süßgetränken mit kürzeren Telomeren assoziiert sind. Ein Team um Immaculata De Vivo vom Brigham and Women’s Hospital in Boston hat jetzt erstmals in einer großen Studie die Auswirkungen der mediterranen Kost untersucht.

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Diese Ernährungsweise zeichnet sich durch den reichlichen Verzehr von Obst und Gemüse, von Nüssen und Hülsenfrüchten (wie Erbsen, Bohnen und Linsen) sowie von Vollkornprodukten aus. Fette nimmt die Bevölkerung vor allem über Olivenöl zu sich, der Verzehr von Butter und Milchprodukten ist gering. Statt rotem Fleisch steht häufiger Fisch oder Geflügel auf dem Speiseplan und zu den Mahlzeiten wird Rotwein getrunken.

Das entspricht nicht unbedingt dem Essen, das amerikanischen Krankenschwestern in den Kantinen gereicht wird (Rotwein dürfte schon aus beruflichen Gründen Tabu sein). Es gab aber eine Gruppe von Schwestern, die auf einem „Alternate Mediterranean Diet-Score“ von 0 bis 10 (best) mehr als 6 Punkte erzielten. Es handelt sich dabei um Teilnehmerinnen der Nurses' Health Study, die einen sehr ausführlichen Fragebogen zu ihren Ernährungsgewohnheiten ausgefüllt hatten.

De Vivo hat die Punkte im Diät-Score mit der Länge der Telomere in Beziehung gesetzt und tatsächlich eine statistisch signifikante Assoziation gefunden. Jeder zusätzliche Punkt auf dem Diät-Score war mit einem Längenunterschied in den Telomeren verbunden, die etwa 1,5 Jahren des biologischen Alterns entsprach. Durch eine Drei-Punkt-Verbesserung könnten die Krankenschwestern sogar 4,5 Jahre im biologischen Altern gutmachen. Dies wäre laut De Vivo vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Rauchern und Nicht­rauchern, der in anderen Studien 4,6 Jahre betrug. Eine ähnliche Wirkung hatte – wiederum in anderen Studien – eine körperlich aktive Lebensweise (4,4 Jahre). Eine andere Studie hat den Einfluss von phobischen Ängsten mit der Beschleunigung des Alterns um etwa 6 Jahre bewertet.

Ob diese Zahlen einen Realitätswert haben, dürfte umstritten sein. Eine Stärke der Nurses' Health Study besteht jedoch darin, dass De Vivo eine Reihe von anderen Einflüssen wie Body Mass Index, Rauchen, körperliche Aktivität oder Unterschiede in der reproduktiven Anamnese ausschließen kann. Als möglicher Wirkungsmechanismus ließe sich die protektive Wirkung der mediterranen Kost auf oxidativen Stress und chronische Entzündungsparameter anführen, die in verschiedenen Untersuchungen belegt wurden und die die Anti-Aging-Effekte erklären könnten. Wie immer bei Studien zu Ernährungs­fragen bleiben Fragen offen. Dazu gehört der Studienbefund, dass sich zu keinen der Einzelkomponenten der mediterranen Kost eine Assoziation mit der Telomerlänge herstellen ließ. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #705402
Marie C.
am Montag, 30. November 2015, 12:27

Gesundes Altern

Vitale Hundertjährige zeigen uns, wie gesundes Altern funktioniert. Die mediterrane Kost ist mit Sicherheit ein wichtiger Einflussfaktor. Ein nettes Buch dazu ist More Time on Earth http://www.moretimeonearth.com/
Avatar #690938
Bernett
am Freitag, 12. Dezember 2014, 03:45

Supressor- T- Lymphozyten schonen die Telomeren- Länge

Olivenöl wird wegen seiner langen Fettsäure- Ketten hauptsächlich über die Darmlymphe resorbiert und regt den Darmlymphefluss in Richtung Blutbahn an. In der Darmlymphe sind vornehmlich die Supressor- T- Lymphozyten beheimatet, deshalb gelangen bei Pflanzenölzufuhr vermehrt die Supressor-T- Lymphozyten in die Blutbahn. Diese unterdrücken dann allergische und autoimmune Reaktionen in der Blut-Peripherie. Daraus folgend entstehen Apoptosen im Alter seltener, wodurch die Telomere geschont werden.
Nicht zu unterschätzen sind die pflanzlichen Inhaltsstoffe, die den oxydationen Stress vermindern.
LNS

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