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Ärzteschaft

Zu wenig wohnortnahe hochwertige Versorgung von Demenzkranken

Freitag, 5. Dezember 2014

Düsseldorf/Münster – Die Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen wollen das Versor­gungs- und Hilfenetzwerke für Menschen mit Demenz und deren Angehörige enger knüpfen. „Auch mit Demenz ist soziale Teilhabe möglich. Um diese Teilhabe sicher­zustellen, werden wir gemeinsam mit anderen Professionen und dem Land Nordrhein-Westfalen die Hilfen und die Unterstützung für die erkrankten, uns anvertrauten Menschen und ihre Angehörigen weiterentwickeln“, sagte Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, heute auf einer Fachtagung in Düsseldorf.

Die Veranstaltung der Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe ist der Abschluss des Aktionsjahres „Demenz im Blick“, in dem die nordrhein-westfälischen Ärztekammern das Thema Demenz in einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen und ärztlichen Fortbildungen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Ärzteschaft getragen haben.

Die regionalen Versorgungsstrukturen weiterzuentwickeln forderte auch der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst. „Noch immer haben wir keine Lösungen für eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige und kostenadäquate Versorgung hilfebedürftiger und in zunehmendem Maße auch hochbetagter Menschen“, sagte er. Institutionalisierte Netzwerkstrukturen könnten ein Lösungsansatz sein, so der westfälische Ärztepräsident.

In ganz Deutschland sind schätzungsweise 1,4 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, in Nordrhein-Westfalen leben im Augenblick rund 300.000 Betroffene.    hil

© hil/aerzteblatt.de

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