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Neue Behandlungs­optionen für Patienten mit Wirbelsäulen­metastasen

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Leipzig – Auf neue minimalinvasive Möglichkeiten, Patienten mit Wirbelsäulenmetastasen zu behandeln, hat die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG) hingewiesen. „Bei Wirbelsäulenmetastasen besteht die Schwierigkeit, dass sie häufig über den gesamten Bereich der Wirbelsäule auftreten. Daher war eine Operation früher – wenn sie überhaupt durchgeführt werden konnte – mit erheblichen Risiken für die Patienten verbunden und der Behandlungserfolg war ungewiss“, erläuterte der DWG-Präsident Christoph Josten auf dem Jahreskongress der Fachgesellschaft heute in Leipzig.

Minimalinvasive endoskopische Eingriffe senkten dagegen die operative Belastung und das Komplikationsrisiko der Patienten erheblich. „Mit ihrer Hilfe können Wirbelsäulen­metastasen schonend entfernt und eine Schädigung des Rückenmarks und der knöchernen Struktur der Wirbelsäule durch den Krebs vermieden werden“, so Josten.

Die Zahl der Patienten mit Metastasen an der Wirbelsäule hat in den vergangenen Jahren laut der Fachgesellschaft zugenommen. Von den rund 1,5 Millionen Krebspatienten in Deutschland entwickelten sich bei rund 13 Prozent der Betroffenen Wirbelsäulenmetastasen. Grund für Zunahme sei die zunehmend bessere Therapie von Primärtumoren.

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„Die Behandlungserfolge bei Primärtumoren bedeuten, dass die Krebspatienten länger leben. Durch diese längere Überlebenszeit steigt das Risiko, dass sich Krebszellen von dem Tumor absiedeln, über den Blutstrom oder die Lymphflüssigkeit zu anderen Organen, wie beispielsweise der Wirbelsäule, gelangen und dort Metastasen bilden“, erklärte Josten, der als geschäftsführender Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig tätig ist. Die Metastasen zerstörten Wirbelkörper und schädigten Nerven. Die Patienten litten dann unter starken Schmerzen und mitunter auch Lähmungen.

„Durch das minimalinvasive Vorgehen können wir die Patienten von ihren Tumor­schmerzen weitgehend befreien, das Risiko für Lähmungen durch die zerstörerischen Metastasen verringern und so ihre Lebensqualität für die verbleibende Überlebenszeit erheblich verbessern“, so der DWG-Präsident.

© hil/aerzteblatt.de

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