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Ärzteschaft

Leichtes Honorarplus für Ärzte und Psychotherapeuten im dritten Quartal 2013

Donnerstag, 11. Dezember 2014

dpa

Berlin – „Die 162.650 an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland sichern die medizinische und psychotherapeutische Versorgung der rund 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten.“ So beginnt der Honorarbericht für das dritte Quartal 2013, den die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) heute veröffentlicht hat.

Er verzeichnet im Bundesdurchschnitt ein Plus für den Honorarumsatz je Arzt und ein (allerdings geringeres) Plus für den Honorarumsatz je Behandlungsfall – jeweils im Vergleich des dritten Quartals 2013 mit dem dritten Quartal 2012.

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Konkret ist im Bundesmittel der Honorarumsatz je Arzt in diesem Jahr um 3,0 Prozent oder um 1.469 Euro auf 50.170 Euro gestiegen. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall ist um 1,3 Prozent gestiegen, das entspricht einem Plus von 77 Cent auf 60,14 Euro. Diese Zahlen enthalten die Umsätze aus vertragsärztlicher Tätigkeit, also die Honorare für die Behandlung von Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung. Allerdings beziehen Sie die Honoraranteile aus der selektivvertraglichen und integrierten Versorgung nicht ein.

Die Zuwächse verteilen sich allerdings regional unterschiedlich. So gab es über alle Fachgruppen gesehen das größte Plus pro Behandlungsfall in Thüringen mit 3,7 Prozent. Hamburger Ärzte mussten dagegen pro Behandlungsfall ein Minus von 2,8 Prozent hinnehmen.

Auch zwischen den Fachgruppen variieren die Veränderungen: Im hausärztlichen Versorgungsbereich ist der durchschnittliche Honorarumsatz je Arzt im Vergleich zum Vorjahresquartal im Bundesmittel um 4,7 Prozent oder 2.245 Euro auf 50.108 Euro gestiegen. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall stieg um 2,5 Prozent, das entspricht 1,44 Euro, auf 59,61 Euro.

Im fachärztlichen Versorgungsbereich ist der Honorarumsatz über alle Fachgruppen hinweg im Bundesmittel gegenüber dem dritten Quartal 2012 je Arzt um 2,1 Prozent gestiegen, um 981 Euro auf 48.189 Euro. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall stieg um 0,2 Prozent, das entspricht zehn Cent, auf 63,83 Euro.

Während vor allem grundversorgende Fachärzte wie Dermatologen, Gynäkologen und Hals-Nasen-Ohrenärzte von einem Honorarzuwachs profitieren konnten, blieben die Honorare für die Anästhesisten und Radiologen nahezu gleich.

Der Honorarumsatz der ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten ist im dritten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,6 Prozent gestiegen, das entspricht einem Plus von 616 Euro auf 17.600 Euro, der Honorarumsatz je Behandlungsfall stieg um 2,5 Prozent auf 373,91 Euro.

Die KBV-Vorstände Andreas Gassen und Regina Feldmann weisen im Vorwort des Honorarberichtes daraufhin, dass die freie Arztwahl in Zukunft nur noch möglich sein wird, wenn Nachfolger freiwerdende Arztsitze übernehmen. „Um das zu schaffen, müssen die Rahmenbedingungen stimmen“, so Gassen und Feldmann. © hil/aerzteblatt.de

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