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Ärzteschaft

Das Förderprogramm die Allgemeinmedizin wirkt – aber es genügt nicht

Dienstag, 16. Dezember 2014

Berlin – Die Förderung der Weiterbildung Allgemeinmedizin wird gut angenommen. Die Weiterbildungsinitiative allein genügt aber nicht, um eine ausreichende Anzahl von Hausärzten für die Versorgung im ländlichen Raum zu erhalten. Dieses Fazit zieht die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) bei der Veröffentlichung des vierten Evalua­tionsberichtes zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin.

Die KBV fordert daher weitere Initiativen, um den Nachwuchs für die Allgemeinmedizin zu gewinnen. Ein Modell sei die seit 2009 in Thüringen bestehende Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung. Sie vergibt unter anderem Stipendien an Ärzte, die sich verpflichten, sich später im Land niederzulassen.

Laut dem Evaluationsbericht wurden im vergangenen Jahr im ambulanten Bereich 4.299 Ärzte gefördert, 29 Prozent von ihnen in Teilzeit. Das entspricht 2.495 Vollzeitäqui­valen­ten. Damit haben 2013 im Vergleich zum Start des Programms im Jahr 2010 etwa 32 Prozent mehr Ärzte eine Förderung erhalten

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Im stationären Bereich waren im Jahr 2013 insgesamt 2.408 Ärzte an 699 Kranken­häusern im Förderprogramm registriert. Dies entspricht einem Vollzeitäquivalent von 1.501 Stellen und bedeutet einen Zuwachs von über 25 Prozent im Vergleich zum Start des Förderprogramms im Jahr 2010. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl der registrierten Ärzte im stationären Bereich um neun Prozent an.

2010 bedeutete eine Zäsur bei der Förderung der Weiterbildung in der Allgemein­medizin. Seitdem erhält der weiterbildende Arzt 3.500 Euro monatlich, um Weiter­bildungs­assistenten in der Praxis zu bezahlen. Zuvor waren es nur 2.040 Euro. Außerdem wurden Koordinierungsstellen auf Landesebene eingerichtet, die die angehenden Hausärzte bei der Organisation ihrer Weiterbildung unterstützen und zwischen Arztpraxen und Krankenhäusern vermitteln.

Die Partner des Förderprogramms sind der Spitzenverband der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV-Spitzenverband), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) unter Beteiligung des Verbandes der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV-Verband) und der Bundesärzte­kammer (BÄK).

Die Partner der Vereinbarung legen regelmäßig einen Evaluationsbericht vor, um die Wirkung des Förderprogramms transparent zu machen und das Programm weiterzuentwickeln. © hil/aerzteblatt.de

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