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Gründe für die geringere Lebenserwartung von Männern

Dienstag, 16. Dezember 2014

dpa

Berlin – Die geringere Lebenserwartung von Männern gegenüber Frauen wird vor allem durch die größere Anzahl von vorzeitigen Sterbefällen unter 65 Jahren verursacht. Viele der Todesursachen können auf gesundheitliches Risikoverhalten zurückgeführt werden. Das berichtet das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem neuen Beitrag zur Gesundheits­berichterstattung des Bundes mit dem Titel „Gesundheitliche Lage der Männer in Deutschland“.

Danach ist in fast allen Altersgruppen der Anteil der verstorbenen Männer größer als der der Frauen. Dabei fallen bestimmte Todesursachen auf: Bei den jüngeren Männern bis 34 Jahre zeigen sich besonders hohe Geschlechtsunterschiede zuungunsten der Männer bei Unfällen und Suizid. Im Alter von 35 bis 65 Jahren sind insbesondere koro­nare Herzkrankheiten und bösartige Neubildungen der Lunge als Todesursache bei Männern häufiger als bei Frauen.

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Zwar haben dem Bericht zufolge verbesserte medizinische Behandlungsmöglichkeiten und die Eindämmung von klassischen Risikofaktoren die Mortalität von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt. Die vorzeitige Sterblichkeit an Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems ist bei Männern aber nach wie vor ein relevantes Problem. Viele der als ver­meid­bar geltenden Risikofaktoren finden sich laut den Autoren weiterhin bei Männern häufiger als bei Frauen.

Auch durch bösartige Neubildungen versterben immer noch mehr Männer als Frauen vorzeitig. Prostata-, Lungen-und Darmkrebs sind bei Männern die drei häufigsten Krebsneuerkrankung. Lungenkrebs ist bei Männern weiterhin mit Abstand die häufigste Krebstodesursache. Hier ist die geschätzte Zahl der Krebsneuer­krankungen und der Krebssterbefälle bei Männern doppelt so hoch wie die der Frauen.

Früherkennungsuntersuchungen auf Prostatakrebs und Darmkrebs gehören zum Angebot der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung. Allerdings nähmen zu wenige Männer die Angebote zur Früherkennung von Prostatakrebs in Anspruch, heißt es in dem Bericht.

© hil/aerzteblatt.de

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