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Protonentherapie: Start am Universitätsklinikum Dresden

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Ein Patient wird am UPTD nach bereits erfolgter Operation seines Hirntumors mit Protonen bestrahlt. Foto: UPTDP

Dresden -  Die „Universitäts ProtonenTherapie Dresden“ (UPTD) am Universitätsklinikum Dresden beginnt nach dreijähriger Bauzeit in dieser Woche mit ersten Bestrahlungen von Tumorpatienten. Damit ist die dritte universitäre Protonentherapieanlage Deutschlands und einzige in Ostdeutschland in den regulären Betrieb gegangen.

 Die maximale Kapazität der Protonentherapieanlage ist auf 400 bis 500 Patienten pro Jahr ausgelegt. Diese Anzahl ist jedoch in der Startphase noch nicht realisierbar; die Kapazitäten werden erst langsam hochgefahren. Zudem besteht die Option, die Anlage um einen weiteren Behandlungsplatz zu erweitern.

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Zunächst werden am UPTD vor allem Tumoren im Hirn, an der Schädelbasis, des hinteren Bauchraums, des Beckens sowie Tumoren bei Kindern und Tumoren in vorbestrahltem Gewebe behandelt. Ausschlaggebend ist dabei vor allem die Lage der Krebstumoren zu lebenswichtigen Strukturen – etwa dem Rückenmark oder wichtigen Nerven. Die Tumoren müssen sich zudem in einem Stadium befinden, in der eine Heilung noch möglich ist.

Darüber hinaus müssen die Patienten darin einwilligen, an einer wissenschaftlich kontrollierten medizinischen Beobachtungsstudie teilzunehmen. „Jeder mit der Protonentherapie behandelte Patient in Dresden wird in Studien eingeschlossen, um den Therapieerfolg wissenschaftlich überprüfen zu können. Dabei arbeitet das UPTD mit Heidelberg und weltweiten Forschungseinrichtungen zusammen – entweder im Rahmen gemeinsamer Studien oder durch den Austausch von Daten“, sagte Michael Baumann, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, der UPTD und des OncoRay-Zentrums.

Durch die engen Kooperation von Klinikum und Medizinischer Fakultät sowie dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf soll die Technologie permanent verbessert werden. Als erste Krankenkasse übernimmt die AOK PLUS die Kosten für die Therapie.  © EB/aerzteblatt.de

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