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Politik

Bei Wahl der Krankenkasse auf Leistungsspektrum achten

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Frankfurt – Bei der Wahl der Krankenkassen zuerst auf das Leistungsspektrum und erst danach auf den Beitragssatz zu schauen, empfiehlt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Brandenburg allen Versicherten. Hintergrund ist die veränderte Systematik bei den Beitragssätzen ab 2015. „Vielen Krankenkassen werden zum Jahreswechsel mit niedrigen Beiträgen werben – und gleichzeitig verschweigen, dass medizinisch sinnvolle Leistungen von ihnen immer weiter begrenzt und reglementiert werden“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Hans-Joachim Helming.

Er forderte die Kassen auf, „statt weitere Rücklagen zu bilden oder die Beiträge für unsinnige und superteure Werbung zum Beispiel auf den Skiern der Deutschen Skisprung-Mannschaft zu verplempern“, sollten die Mittel in die bedarfsgerechte ambulante medizinische Versorgung fließen.

Ab Anfang des kommenden Jahres entfällt der bisherige 0,9prozentige Sonderbeitrag, den die Versicherten aller gesetzlichen Krankenkassen einheitlich bezahlen mussten. Damit sinkt der Krankenkassenbeitrag automatisch von 15,5 auf 14,6 Prozent. Zeitgleich erhalten die Krankenkassen die Möglichkeit, einen kassenindividuellen Zusatzbeitrag zu beschließen.

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Während der allgemeine Beitragssatz von Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte getragen wird, müssen die Versicherten den kassenindividuellen Zusatzbeitrag allein finanzieren – wie bisher auch den Sonderbeitrag. Erhebt die Kasse einen Sonderbeitrag, haben die Versicherten ein Sonderkündigungsrecht.

© hil/aerzteblatt.de

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