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Ärzteschaft

Tarifrunde für Ärzte an kommunalen Kliniken auf Januar vertagt

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Düsseldorf – Die erste Tarifrunde für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern ist am Donnerstag in Düsseldorf ergebnislos vertagt worden. Die Verhandlungen sollen am 15. Januar sowie Anfang Februar fortgesetzt werden, wie die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) mitteilte. Zugleich wies die VKA die Forderungen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund als überzogen zurück. Die Gewerkschaft will für 52.500 Ärzte an kommunalen Kliniken unter anderem 5,4 Prozent mehr Gehalt durchsetzen.

Der Marburger Bund will zudem die Bereitschaftsdienste auf höchstens zwei Wochen­enden im Monat begrenzen und differenzierte Entgelte für Bereitschaftsdienste im Tarifvertrag verankern, die auch die Berufserfahrung berücksichtigen. Insgesamt ergäben diese Forderungen ein Kostenvolumen von rund neun Prozent, kritisierten die Arbeitgeber. „Für die kommunalen Krankenhäuser sind solche Kostensteigerungen in keiner Weise darstellbar", erklärte der VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg. „Die geforderten Tariferhöhungen sind von der gesetzlichen Krankenhausfinanzierung nicht ansatzweise gedeckt."

Kommunale Krankenhäuser: Marburger Bund will Ärzte entlasten

Der Marburger Bund hat seine Forderungen für den neuen Tarifvertrag an kommunalen Kliniken veröffentlicht: Er will weniger Wochenenddienste durchsetzen, eine bessere Vergütung von Bereitschaftsdiensten und eine Gehaltssteigerung um 5,4 Prozent.

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Die Ärztegewerkschaft bekräftigte im Gegenzug ihre Erwartung, dass in der laufenden Tarifrunde neben einer „angemessenen Erhöhung" der Gehälter auch grundsätzliche Fortschritte bei der Vergütung und Planung von Bereitschaftsdiensten erreicht werden müssten. „Wir haben einen klaren Auftrag unserer Mitglieder, die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern zu verbessern”, unterstrich der Rechtsanwalt und Verhandlungs­führer des Marburger Bundes, Rolf Lübke. „Die VKA muss verstehen, dass wir hier nicht locker lassen und auf weitere substanzielle Fortschritte drängen werden.” © afp/aerzteblatt.de

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