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Politik

Weniger Bürokratie in der Pflege

Montag, 22. Dezember 2014

dpa

Berlin – Ab Anfang 2015 können Einrichtungen auf eine neue Form der Pflegedoku­mentation umsteigen. Sie werden dabei von einem neuen Projektbüro unterstützt, das der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), jetzt eingerichtet hat. „Überbordende Bürokratie und sinnentleertes Kästchenankreuzen sind für die meisten Beschäftigten in der Pflege der Motivationskiller Nummer eins. Daher freue ich mich, dass mit dem Start des Projektbüros das größte Entbürokrati­sierungsprojekt in der Geschichte der Pflegeversicherung jetzt so richtig Fahrt aufnehmen kann“, sagte Laumann in Berlin.

„Zentrale Botschaft der Pflegedienste und Einrichtungen ist: Die Pflegedokumentation wird auf die wesentlichen Aspekte reduziert, das Vertrauen in die Fachlichkeit der Pflegekraft wird gestärkt und der Medizinische Dienst der Kran­ken­ver­siche­rung akzeptiert dieses Vorgehen“, erläuterte Bernd Tews, Geschäftsführer des Bundes­verbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

In einem Praxistest haben laut Tews alle beteiligten Einrichtungen das System für praxistauglich und gut befunden, zum Teil konnte die Dokumentation bis zum 40 Prozent verringert werden. „Künftig werden Pflegeeinrichtungen und Dienste beispielsweise in der Grundpflege nur noch Ergebnisse oder Leistungen dokumentieren, die von der erstellten Planung abweichen. Regeltätigkeiten brauchen nicht mehr dokumentiert werden, Besonderheiten hingegen schon“, erläuterte Tews.

Das Projektbüro wird ab Anfang Januar Schulungsmaterial erstellen und ab dem zweiten Quartal 2015 Multiplikatoren in der Anwendung der neuen Pflegedokumentation schulen. Die Multiplikatoren sollen anschließend Ansprechpartner für alle teilnehmenden Einrich­tungen sein. Das Projektbüro soll darüber hinaus ein Internetportal einrichten, das alle wichtigen Informationen für Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungsträger bereithält.

© hil/aerzteblatt.de

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