NewsPolitikDas ändert sich zum Jahresbeginn bei Gesundheit und Pflege
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Das ändert sich zum Jahresbeginn bei Gesundheit und Pflege

Dienstag, 30. Dezember 2014

Berlin – Ab Anfang des Jahres greifen einige Neuregelungen im Gesundheitswesen. Wichtig für Ärzte ist zunächst, dass die bisherige Krankenversichertenkarte unabhängig von dem aufgedruckten Datum ihre Gültigkeit verliert. Für Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ist künftig die elektronische Gesundheitskarte erforderlich.

Mit dem „Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung“ sinkt der Beitragssatz zur gesetzlichen Kranken­versicherung von 15,5 auf 14,6 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen jeweils die Hälfte.

Sonderkündigungsrecht für die Versicherten
An die Stelle des bisherigen Sonderbeitrags von 0,9 Prozentpunkten tritt ein ein­kommens­abhängiger Zusatzbeitrag des Mitglieds. Jede Krankenkasse entscheidet selbst über seine Höhe. Die Versicherten haben durch ein Sonderkündigungsrecht die Möglichkeit, ihre Krankenkasse zu wechseln, wenn die bisherige Kasse erstmals einen Zusatzbeitrag erhebt oder diesen erhöht.

Anzeige

Für Bezieher von Arbeitslosengeld I übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Zusatzbeiträge, für Bezieher von Arbeitslosengeld II zahlt der Bund die Zusatzbeiträge.

Mehr Geld für den Pflegebereich
Neue Rahmenbedingungen schafft auch das „Erste Gesetz zur Stärkung der Pflege­rischen Versorgung und zur Änderung weiterer Vorschriften“. Die Leistungen für Pflege­bedürftige und pflegende Angehörige steigen damit um insgesamt 2,4 Milliarden Euro pro Jahr. Für die Pflege zu Hause stehen davon 1,4 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung. Die Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung erhöhen sich um 0,3 Prozentpunkte. Künftig beträgt der Beitragssatz 2,35 Prozent und 2,6 Prozent für kinderlose Mitglieder.

Neue Rechengrößen für die Sozialversicherung
Außerdem gelten ab 2015 neue Rechengrößen für die Sozialversicherung: So steigt die Versicherungspflichtgrenze der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung von 53.550 Euro auf jährlich 54.900 Euro. Arbeitnehmer über diesem Jahreseinkommen sind in der GKV freiwillig versichert oder können in die private Kran­ken­ver­siche­rung wechseln. Die Beitragsbemessungsgrenze der GKV steigt auf jährlich 49.500 Euro beziehungsweise auf monatlich 4.125 Euro (2014: 4.050 Euro). Ist das tatsächliche Einkommen eines GKV-Mitglieds höher als dieser Wert, wirkt sich das nicht mehr auf den Beitrag aus. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. August 2020
Berlin – Die SPD im Bundestag fordert mit Blick auf die steigende Zahl von Menschen ohne Kran­ken­ver­siche­rung einen Finanzierungsfonds für deren Behandlung. „Die Menschen ohne Kran­ken­ver­siche­rung
Keine Kran­ken­ver­siche­rung: SPD-Fraktion will Behandlung sicherstellen
4. August 2020
Hamburg – Die private Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) muss sich stärker an den Lasten der Coronapandemie beteiligen. Dafür haben sich Krankenkassen, Vertragsärzte und -zahnärzte in Hamburg heute
Kassen, Ärzte und Zahnärzte wollen PKV stärker in die Pflicht nehmen
16. Juli 2020
Berlin – Die Kryokonservierung von Ei- und Samenzellen sowie die dazugehörigen medizinischen Maßnahmen werden künftig unter bestimmten Voraussetzungen von der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung bezahlt.
Kryokonservierung von Ei- und Samenzellen wird Kassenleistung
1. Juli 2020
Berlin – Die Versicherten- und Arbeitgebervertreter bei den sechs Ersatzkassen sorgen sich um steigende Ausgaben und die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV). „Der
GKV: Ersatzkassen sorgen sich um finanzielle Stabilität
30. Juni 2020
Stuttgart – Ein Datenschutzverstoß der AOK Baden-Württemberg kommt der Krankenkasse teuer zu stehen. Sie muss 1,24 Millionen Euro Bußgeld bezahlen, weil sie Daten für ein Gewinnspiel datenschutzwidrig
AOK Baden-Württemberg muss Bußgeld wegen Datenmissbrauchs bezahlen
17. Juni 2020
Wiesbaden – Die Linksfraktion im hessischen Landtag macht sich für Menschen ohne Kran­ken­ver­siche­rung stark. In einem Gesetzentwurf schlägt sie den Aufbau spezieller Beratungsstellen vor, mit deren
Linksfraktion in Hessen will Menschen ohne Kran­ken­ver­siche­rung helfen
5. Juni 2020
Berlin – Die Barmer hat mit dem „Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung“ (bifg) ein eigenes wissenschaftliches Institut gegründet. In dem Institut sollen die vorhandene Expertise gebündelt,
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER