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Medizin

Meta-Analyse: NSAID könnten vor Spinaliom schützen

Montag, 29. Dezember 2014

dpa

Brisbane – Die langfristige Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAID) geht einer Meta-Analyse im Journal of Investigative Dermatology (2014; doi: 10.1038/jid.2014.531) zufolge mit einem verminderten Risiko auf die Entwicklung eines Spinalioms einher.

Die Auswirkungen von NSAID, aber auch Aspirin (ASS) waren Gegenstand von fünf Fall-Kontroll-, drei Kohorten-, und einer Interventionsstudie. Ein Team um Adèle Green vom QIMR Berghofer Medical Research Institute in Brisbane hat die Ergebnisse in einer Meta-Analyse zusammengefasst. Für die Einnahme von NSAID insgesamt ermittelt sie eine Odds Ratio von 0,85, die mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,78 bis 0,94 signifikant war.

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Wer regelmäßig mit NSAID behandelt wird, erkrankt demnach zu 15 Prozent seltener an einem Plattenepithelkarzinom der Haut (Spinaliom). Für die Einnahme von NSAID einschließlich ASS betrug die Odds Ratio 0,82 (0,71-0,94), für ASS allein 0,88 (0,75-1,03). Die Assoziation mit ASS allein war damit nicht signifikant.

Die langfristige Einnahme der Entzündungshemmer könnte deshalb das Erkrankungs­risiko auf den nach dem Basaliom zweithäufigsten bösartigen Hauttumor senken. Die Evidenz der Meta-Analyse ist allerdings gering. Ein möglicher „Bias“ ergibt sich aus den Indikationen für NSAID und ASS. Sie werden häufig von Patienten mit Gelenkbe­schwer­den eingenommen. Die Gelenkbeschwerden könnten die Patienten davon abhalten, sich häufig unter freiem Himmel aufzuhalten und sich dadurch eventuell ungeschützt der UV-Strahlung auszusetzen, die der wichtigste Auslöser des Spinalioms ist.

Andererseits wird ASS auch in anderen Bereichen mit einer krebspräventiven Wirkung in Verbindung gebracht. Die Wirkung gegen Darmkrebs gilt als gut belegt. Doch auch hier wird von einem breiten Einsatz derzeit abgeraten, da das gastrointestinale Blutungsrisiko den Nutzen infrage stellt. © rme/aerzteblatt.de

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