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Medizin

HIV-Infektion schädigt das Gehör

Montag, 29. Dezember 2014

dpa

San Diego – Eine HIV-Infektion kann schwerhörig machen. Eine Studie im JAMA Otolaryngology-Head & Neck Surgery (2014; doi:10.1001/.jamaoto.2014.3302) dokumentiert eine signifikante Erhöhung der Hörschwelle im Bereich von hohen und niedrigen Frequenzen, die unabhängig vom Stadium der Immunschwäche sowie von Dauer und Einhaltung der Therapie war.

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Dass HIV-Infizierte zur Schwerhörigkeit neigen, war bereits Anfang der 1980er Jahre aufgefallen. Bisher wurden zu dieser Frage aber keine systematischen Untersuchungen durchgeführt. Peter Torre von der San Diego State University und Mitarbeiter haben jetzt 262 Männer, davon 117 mit HIV-Infektion, und 134 Frauen, darunter 105 HIV-Positive, audiologisch untersucht.

Die Männer waren im Durchschnitt 57 Jahre, die Frauen im Durchschnitt 48 Jahre alt. In beiden Geschlechtern war die Hörschwelle sowohl bei den niedrigen als auch bei den hohen Frequenzen erhöht. Der Unterschied lag laut Torre im Bereich von 10 Dezibel und war damit klinisch relevant.

Die Ausfälle bei den hohen Tönen lassen sich laut Torre als Folge einer beschleunigten Alterung (Presbyakusis) erklären. Für die Ausfälle bei den tiefen Tönen hat der Experte keine Erklärung. Ihre Auswirkungen auf das Sprachverständnis sind gravierender, da einige Vokale und Konsonanten im niederfrequenten Frequenzbereich liegen. Die Anzahl der CD4-Zellen, die Höhe der HIV-Konzentration im Blut, Dauer und Adhärenz der HIV-The­ra­pie hatten laut der Studie keinen Einfluss auf die Entwicklung der Hör­störungen. © rme/aerzteblatt.de

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