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Britische Ebola-Patientin zur Behandlung in Londoner Klinik

Dienstag, 30. Dezember 2014

The Royal Free Hospital im Norden Londons /dpa

London – Eine mit Ebola infizierte Frau aus Schottland wird in einer Londoner Spezialklinik behandelt. Sie hatte für die Hilfsorganisation Save the Children in Sierra Leone beim Kampf gegen das tödliche Virus geholfen. Wenige Stunden nach ihrer Rückkehr am Sonntagabend war sie mit Fieber in ein Krankenhaus im schottischen Glasgow gebracht worden. Save the Children arbeite eng mit Regierung und Behörden zusammen, um die Umstände des Falls zu klären, sagte Michael von Bertele, der bei der Kinderhilfsorganisation für humanitäre Einsätze verantwortlich ist.

In London wird die Frau seit Dienstag auf derselben spezialisierten Station betreut wie ein 29 Jahre alter britische Krankenpfleger, der sich ebenfalls in Sierra Leone angesteckt hatte und zur Behandlung nach London gebracht worden war. Er hatte das Krankenhaus Anfang September geheilt verlassen und ist inzwischen wieder in Westafrika im Einsatz.

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Seit ihrer Rückkehr nach Großbritannien soll die erkrankte Frau nur mit einer Person direkten Kontakt gehabt haben. Experten halten es deshalb für extrem unwahrscheinlich, dass sich das Virus in Großbritannien ausbreiten könnte, da sie sich frühzeitig bei den Ärzten gemeldet hat und Fieber das einzige Symptom war.

Britische Behörden suchen trotzdem 71 Menschen, die gemeinsam mit der Ebola-Patientin von London nach Glasgow in Schottland geflogen sind. Auch Reisende, die auf einem Flug von Casablanca in Marokko nach London in der Nähe der Erkrankten saßen, sollen kontaktiert werden. Wie am Dienstag bekannt wurde, werden derzeit zwei weitere Menschen in Großbritannien auf Ebola getestet, die in Westafrika waren.

Insgesamt sind im Jahr 2014 rund 100 Menschen auf das Virus getestet worden. Der Fall in Glasgow ist der erste auf britischem Boden, bei dem sich der Ebola-Verdacht bestätigt hat. Nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) sind allein in den drei am stärksten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone bislang fast 7.850 Menschen an der Virus-Seuche gestorben. Die WHO geht zudem von einer hohen Dunkelziffer nicht registrierter Infektionen und Todesfälle aus. In Großbritannien werden Reisende an vier Flughäfen und einem internationalen Bahnhof befragt und untersucht, wenn es einen Ebola-Verdacht gibt. © dpa/aerzteblatt.de

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