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Geringer Zusatznutzen für Albiglutid in der Diabetes-Kombinations­therapie

Freitag, 2. Januar 2015

Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat dem Diabetesmedikament Albiglutid (Handelsname Eperzan) einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen bescheinigt – allerdings nur in der Kombination mit Metformin.

Albiglutid ist seit März 2014 für Erwachsene als Monotherapie zugelassen, die an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind und bei denen Ernährungsumstellung und Bewegung den Blutzuckerspiegel nicht ausreichend senken. Als Add-on ist es in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln einschließlich Insulin zugelassen. Albiglutid wird mit einem Einweg-Injektionspen einmal wöchentlich unter die Haut gespritzt.

Die IQWiG-Wissenschaftler haben in ihrer Dossierbewertung vier Einsatzszenarien für das Medikament geprüft:

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  • als Monotherapie gegenüber einem Sulfonylharnstoff
  • in Kombination mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel im Vergleich zu Metformin und Sulfonylharnstoff
  • in Kombination mit mindestens zwei anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln im Vergleich zu Metformin und Humaninsulin sowie
  • in Kombination mit Insulin im Vergleich zu Metformin plus Humaninsulin.

Laut dem IQWiG treten unter Albiglutid plus Metformin Unterzuckerungen seltener auf als bei einer Therapie mit Metformin plus Sulfonylharnstoff. Allerdings seien die Studienergebnisse zu Hypoglykämien unsicher – deshalb vergibt das IQWiG nur den „Anhaltspunkt eines Zusatznutzens“.

Für die übrigen Fragestellungen habe der Hersteller keine relevanten Daten vorgelegt. Deshalb sei ein Zusatznutzen von Albiglutid gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien in diesen Fällen nicht belegt, hieß es aus dem Qualitätsinstitut. © hil/aerzteblatt.de

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