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Medizintechnik: „Industry on Campus“-Projekte an den Universitäten Stuttgart und Tübingen

Freitag, 2. Januar 2015

Stuttgart - Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert in einer neuen Runde „Industry on Campus“-Projekte (Kooperationen zwischen öffentlichen und privaten Institutionen) des Interuniversitären Zentrums für Medizinische Technologien Stuttgart-Tübingen (IZST). Zu zwei Projekten, die verlängert werden, kommen drei neue Förderprojekte zur Weiterentwicklung von Assistenzsystemen für komplikationsarmes Operieren hinzu:

Das Projekt „Endoluminale Blasenwandteilresektion mit transurethraler Bergung und Verschluss des Blasendefekts“ entwickelt eine neue Methode, mit der fortgeschrittener Blasenkrebs einer schonenden Operationstechnik zugänglich gemacht werden soll. Industriepartner ist die Karl Storz Endoskope GmbH.

Das Projekt „Entwicklung einer kontaktlosen Tumormodulation/-Destruktion unter Berücksichtigung immunmodulatorischer Effekte“ befasst sich mit einer neuartigen Methode, um Tumoren durch Hitze zu zerstören. Gleichzeitig wird geprüft, inwieweit das Immunsystem durch Hitze zur Bekämpfung des Tumors angeregt wird. Die Hitze wird hierbei kontaktfrei im Tumor erzeugt. Industriepartner ist die BOWA-electronic GmbH Co. KG.

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Bei vielen mikrochirurgischen Eingriffen ist der Operateur auf ein Stereomikroskop-Bild für eine vergrößerte 3-D-Darstellung des Operationsbereichs angewiesen. Die Betrachtung auf einem 3-D-Bildschirm führt jedoch zu schneller Ermüdung des Operateurs. Das von der Carl Zeiss Meditec AG geförderte Projekt „Natürliche visuelle Wahrnehmung von intraoperativen Bildinhalten in einem digitalen, biologisch motivierten 3-D-Präsentationssystem“ zielt darauf ab, durch Beobachtung des Blicks des Operateurs die Darstellung am 3-D-Bildschirm entsprechend ergonomisch anzupassen.

Diese Projekte sowie die Projektfortsetzungen fördert das Ministerium mit insgesamt 300.000 Euro. Weitere je 300.000 Euro tragen die beteiligten Universitäten (Stuttgart und Tübingen) und die Partnerfirmen. © EB/aerzteblatt.de

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