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Politik

Barmer GEK unterstützt Thüringen im Kampf gegen den Landarztmangel

Montag, 5. Januar 2015

dpa

Erfurt – Die Barmer GEK unterstützt die Thüringer Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung mit Stipendien in Höhe von 50.000 Euro. Die gemeinsame Stiftung von Kassenärztlicher Vereinigung Thüringen (KVT) und Landesgesundheitsministerium fördert derzeit 122 Ärzte in Weiterbildung mit einem Stipendium, 116 davon künftige Hausärzte sowie sechs künftige Augenärzte. Die Stipendiaten verpflichten sich, nach Abschluss der fachärztlichen Weiterbildung mindestens vier Jahre in der ambulanten Versorgung in Thüringen zu arbeiten. Aktuell sind in Thüringen 60 Hausarztpraxen unbesetzt.

„Wir begrüßen es ausdrücklich, dass neben der KV und dem Land auch die Kranken­kassen die Gewinnung von Berufsnachwuchs für die ambulante Versorgung in Thüringen unterstützen“, erklärte Stiftungsgeschäftsführer Jörg Mertz. Dies zeige, dass Ärzte, Politik und die gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rungen die Sicherstellung der ambulanten ärzt­lichen Versorgung als gemeinsame Aufgabe verstünden. „Die Stiftung leistet hier einen wichtigen Beitrag“, so der Geschäftsführer. Sie unterstützt Medizinstudierende seit 2009 bei der Famulatur und im Praktischen Jahr, fördert die fachärztliche Weiterbildung und bietet Berufseinsteigern in Stiftungs-Praxen eine „Niederlassungs-Fahrschule“ an.

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„Nur etwa jeder zehnte Medizinstudent entscheidet sich derzeit für die Niederlassung als Hausarzt. Das sind zu wenige, um den Nachbesetzungsbedarf in den kommenden Jahren zu kompensieren“, unterstrich Barmer GEK-Landesgeschäftsführer Hermann Schmitt. Mit der Zustiftung will die Kasse Anreize setzen, um den Nachwuchs für die Allgemeinmedizin zu begeistern und die hausärztliche Versorgung insbesondere auf dem Land auch in Zukunft zu gewährleisten.

„Als Krankenkasse sind wir mit der Kassenärztliche Vereinigung nicht immer einer Mei­nung, doch wo wir einig sind, beteiligen wir uns gern“, so Schmitt. Er hält das Thüringen-Stipendium für ein wirksames Instrument, um den Hausärztemangel abzuwenden – auch wenn sich die Erfolge wohl erst mittelfristig, sprich nach der fünfjährigen Weiterbil­dungszeit, einstellen würden. © hil/aerzteblatt.de

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