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Medizin

US-Studie: Adipositas-Chirurgie verlängert das Leben

Donnerstag, 8. Januar 2015

dpa

Seattle – Eine Analyse von US-Versichertendaten bestätigt die guten Ergebnisse der bariatrischen Chirurgie. Magenverkleinerung oder Magenbypass könnten laut Publikation im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2015; 313: 62-70) langfristig die Sterblichkeit der Patienten halbieren.

Die Kohorte umfasst 2.500 US-Veteranen, die sich im Alter von im Durchschnitt 52 Jahren einer Adipositas-Operation unterzogen. Die Patienten waren überwiegend männlich, ihr Body Mass Index (BMI) lag vor der Operation bei durchschnittlich 47, und 55 Prozent der Patienten litten an einem Typ 2-Diabetes. Drei Viertel der Patienten entschieden sich für einen Magenbypass, bei den meisten anderen Patienten wurde der Magen durch eine Sleeve-Gastrektomie (Schlauchmagen) oder ein adjustierbares Magenband verkleinert.

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David Arterburn vom Group Health Research Institute, dem Forschungsinstitut eines Krankenversicherers mit Sitz in Seattle, und Mitarbeiter haben den Vitalstatus der Patienten recherchiert und mit einer Kontrollgruppe aus 7.462 gleichaltrigen Adipösen verglichen, die nicht operiert worden waren.

Am Ende des 14-jährigen Beobachtungszeitraums waren 263 der operierten Patienten gestorben gegenüber 1.277 Personen in der Kontrollgruppe. Im ersten Jahr war – vermutlich aufgrund von Operationskomplikationen – die Sterblichkeit bei den operierten Patienten mit 2,4 Prozent versus 1,7 Prozent noch höher als in der Vergleichsgruppe. Arterburn ermittelt eine adjustierte Hazard Ratio von 1,28, die bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,98 bis 1,6 jedoch nicht signifikant war.

Bei der zweiten Auswertung nach 5 Jahren war die Sterberate unter den operierten Patienten mit 6,4 Prozent geringer als in der Kontrollgruppe, wo 10,4 Prozent der Patienten verstorben waren. Die adjustierte Hazard Ratio für den Zeitraum von 1 bis 5 Jahren nach der Operation betrug jetzt 0,45 (0,36-0,56). Nach zehn Jahren waren 13,8 Prozent der operierten Patienten und in der Kontrollgruppe 23,9 Prozent der Patienten gestorben. Arterburn gibt die Hazard Ratio für die Jahre 5 bis 14 mit 0,47 (0,39-0,58) an.

Die Operation könnte demnach die Überlebensaussichten in dieser Kohorte älterer überwiegend männlicher Patienten, die zumeist bereits unter Folgekrankheiten der Adipositas litten, mehr als halbieren. Die Vorteile könnten noch weiter ansteigen, da die Operationstechniken in den letzten Jahren weiter verbessert wurden. Die bevorzugten Eingriffe sind heute eine Sleeve-Gastrektomie und ein Mini-Bypass.

© rme/aerzteblatt.de

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