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Ärzteschaft

Normenkontrollrat lobt Bemühungen um Abbau von Bürokratie

Donnerstag, 8. Januar 2015

Berlin – „Klare Erfolgsfaktoren für die Reduzierung von Bürokratie sind nach den Erfahrungen des Normenkontrollrats die gemeinsame Analyse und die gemeinsame Entwicklung von Vereinfachungsmaßnahmen durch alle relevanten Akteure.“ Mit diesen Worten hat Wolf-Michael Catenhusen, stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Normenkontrollrates (NKR), gestern die Bemühungen vor allem der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe und der Barmer GEK um einen Abbau überflüssiger Verwaltungsarbeit gewürdigt. Auch die Begleitung, Beratung und Beobachtung durch ein unabhängiges Gremium wie den NKR sei ein wichtiges Erfolgskriterium, ergänzte Catenhusen.

Der Kontrollrat hat gemeinsam unter anderem mit dem Statistischen Bundesamt, KVen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Frühjahr 2013 das Projekt „Mehr Zeit für Behandlung – Vereinfachung von Verfahren und Prozessen in Arztpraxen“ gestartet. Ziel war es, besonders bürokratiebelastete Bereiche in Praxen zu identifizieren, Vereinfachungsmöglichkeiten zu suchen und abschließend Handlungsempfehlungen zu formulieren. Dafür wurden in Telefoninterviews niedergelassene Ärztinnen und Ärzte befragt. Die KBV hatte bereits Ende 2012 ein interaktives Forum im sicheren Netz der KVen freigeschaltet, in dem Ärzte ihre Erfahrungen beschreiben und Anregungen geben konnten.

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„Bürokratie kostet viel Zeit und Geld, die oftmals für die Behandlung von Patientinnen und Patienten fehlt“, betonte Catenhusen nun. Weil die Verursacher dafür auf allen Ebenen zu finden seien, ob Bund, Land oder Selbstverwaltung, sei der Bürokratieabbau auch ein gemeinsamer Auftrag. Man wolle ebenenübergreifende Handlungs­empfeh­lungen entwickeln, die dann von den Verantwortlichen umgesetzt werden müssten. Der NKR-Vertreter gab den Repräsentanten des Gesundheitswesens für ihre weiteren Bemühungen einen Hinweis aus anderen Bereichen mit auf den Weg: Bürokratie lasse sich auch durch den „intelligenten, medienbruchfreien Einsatz von IT“ abbauen. Dieser Aspekt werde relevant bleiben. © Rie/aerzteblatt.de

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