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Politik

Techniker Krankenkasse fordert mehr Mitsprache bei der Krankenhausplanung

Mittwoch, 14. Januar 2015

Hamburg/Mainz – Mehr Mitsprache bei der Krankenhausplanung hat die Techniker Krankenkasse (TK) auf einem Symposium der rheinland-pfälzischen Landesvertretung gefordert. „Wenn die Länder ihren finanziellen Verpflichtungen ohnehin nur völlig unzureichend nachkommen, zahlen wir als Kassen alles, inklusive Investitionskosten. Dann wollen wir aber im Gegenzug mehr Mitsprachrecht, welche infrastrukturellen Veränderungen notwendig sind“, sagte die Leiterin der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz, Anneliese Bodemar, auf der Fachveranstaltung mit dem Titel „Patientenorientierte Versorgung“.

Sie forderte außerdem, die Trennung zwischen der ambulanten und stationären Versorgung weiter aufzulösen. „Dies würde zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung beitragen und ländliche Gebiete auch zum attraktiveren Arbeitsort für Mediziner machen“, so Bodemar. Darüber hinaus sei es unabdingbar, medizinische Leistungen künftig qualitätsorientiert zu vergüten.

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„Im Augenblick stellt sich die Realität überwiegend so dar, dass die Mehrheit der Kranken­häuser eine ganze Bandbreite medizinischer Leistungen vorhält, weshalb die Behand­lungsqualität sehr unterschiedlich ausfallen kann“, so die TK-Landeschefin.

Besser wäre es ihrer Auffassung nach, medizinische Leistungen mit einem zunehmenden Spezialisierungsgrad auf einer nächsthöheren Versorgungsebene anzusiedeln. Das könne aber zur Folge haben, dass Patienten unter Umständen weitere Wege in Kauf nehmen müssten. Der jüngste TK-Meinungspuls habe aber gezeigt, dass mehr als 70 Prozent der Rheinland-Pfälzer dazu bereit wären, insbesondere im Fall einer schwereren Erkrankung. © hil/aerzteblatt.de

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Senbuddy
am Mittwoch, 14. Januar 2015, 22:07

Warum sollten dann nicht gleich alle Versicherungen...

...mehr Mitspracherechte in allen Bereichen von Wirtschaft und der Gesellschaft erhalten ? Warum nicht auch alle privaten Krankenversicherer (die zahlen ja noch mehr pro Versichertem als die Gesetzlichen) ? Oder auch die Versicherer in den anderen Bereichen. Zum Beispiel wäre doch dann auch ein Mitspracherecht sinnvoll für
- die Autoversicherer bei der Verkehrsplanung ?
- die Rechtsschutzversicherer bei der Ausstattung mit Gerichten ?
- die Hausratversicherer bei der Planung von Möbelhäusern ?
- u.v.a.
Da gäbe es sicher noch viel mehr solche Wünsche und ähnlich gute Ideen. Und die Argumente könnten genau die gleichen sein wie bei den GKVen: Schließlich bezahlen die Versicherer aller Versicherungssparten ja große Teile aller Ausgaben in allen Bereichen der Wirtschaft.

Aber mal Scherz beiseite:
Wie viel Macht wollen diese gesetzlichen Kassen denn eigentlich noch haben ? Und wieviel will man ihnen denn tatsächlich noch geben ? Schon jetzt bilden die GKVen doch einen richtigen Staat im Staat. Mit Einnahmen, die bei fast ein Drittel aller Steuern von Bund, Ländern und Gemeinden zusammen ausmachen. Und mit so gut wie keiner parlamentarischen oder sonstigen Kontrolle.

Nein, das geht nicht ! Und die Politiker, die so etwas fordern (wie dieser Herr Riebesam von der CDU im Ärzteblatt am 14.10.14), haben nicht verstanden, dass Krankenhäuser keine Behörden sind, in die man einfach so "hineinregieren" kann.

Viele Grüße
S.
LNS

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