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Pharmaindustrie kritisiert mangelnde Bewertung pflanzlicher Nahrungs­ergänzungsmittel

Freitag, 16. Januar 2015

Berlin – Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat gefordert, die Health Claims-Verordnung endlich komplett umzusetzen. Dem Verband zufolge müssen gesundheitsbezogene Werbeaussagen in der Lebensmittelwerbung nachprüfbar und durch Studien belegt sein. Das gelte aber immer noch nicht für Lebensmittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen, sogenannte Botanicals.

„Wenn wir auf der Internationalen Grünen Woche hören, dass es vorrangiges Ziel sein muss, unsere Standards in der Lebensmittelindustrie zu halten, die Kennzeichnung zu verbessern und somit den Verbraucherschutz zu erhöhen, dann muss die Bundesre­gierung auch bei der EU darauf pochen, dass die Bewertung der Botanicals durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) endlich durchgeführt wird“, verwies BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp.

Bis dahin könne weiterhin mit nicht überprüften und eventuell überzogenen Werbeaussagen der Eindruck erweckt werden, dass Lebensmittel gesundheitsfördernd seien. „Das ist aber nicht bei allen, die so werben, der Fall", so Fahrenkamp.

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Doch nicht nur bei Botanicals, auch bei anderen Lebensmitteln wird laut BPI mit nicht belegten Aussagen geworben. Dies mache unter anderem eine aktuelle Studie der Verbraucherzentralen deutlich. Demnach wiesen 43 Prozent der untersuchten Produkte Claims auf, die in der Form so nicht zugelassen sind. „Das macht deutlich, dass Verbraucherschutz die zeitnahe Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse braucht“, forderte der Geschäftsführer. © hil/aerzteblatt.de

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