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Politik

Gröhe fordert bundesweiten Ausbau der Palliativmedizin

Dienstag, 20. Januar 2015

Bonn - Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe (CDU) sieht im Ausbau der Begleitung von Sterbenden die Zukunft der Palliativ- und Hospizmedizin. "Das erste, was wir Menschen schulden, ist eine Begleitung bis zur letzten Minute", sagte Gröhe am Montag bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Bonn zum Thema "Sterbebegleitung statt Sterbehilfe". Dies könne durch schmerzlindernde Maßnahmen der Medizin, aber auch durch eine geistliche Begleitung, etwa durch Priester, erreicht werden.

Nach Ansicht des Gesundheitsministers dürfen zwar lebensverkürzende Maßnahmen bei Sterbenden in Kauf genommen werden. Sie dürften aber nicht das medizinische Ziel sein. Gröhe fügte hinzu: "Ich halte es für richtig, dass unsere Rechtsordnung zum Drama der Selbsttötung schweigt." Es gebe kein Sonderstrafrecht für eine besondere Berufsgruppe, auch nicht für Ärzte. Vor allem für kranke Menschen sei es deshalb wichtig, an einer Stärkung der Vertrauensbeziehung zwischen Arzt und Patient zu arbeiten. "Wir müssen darauf vertrauen können, dass Ärzte mit diesem Vertrauenszuschuss richtig umgehen", so Gröhe.

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Gröhe forderte einen bundesweiten Ausbau der Palliativmedizin und Hospize. "Es gibt noch zu viele weiße Flecken." Es müsse in jedem Raum Deutschlands möglich sein, ohne Schmerzen zu sterben. Auch bei der Pflege gebe es Verbesserungsbedarf, so der CDU-Politiker. Menschen empfänden es als entwürdigend, von Pflege abhängig zu sein. Daher sei es dringend notwendig, "Pflege zu verbessern, stationär und ambulant". © kna/aerzteblatt.de

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