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Politik

Kontroverse um die Kranken­hauslandschaft in Mecklen­burg-Vorpommern

Dienstag, 20. Januar 2015

Schwerin – Fachliche Ungenauigkeiten und politische Verantwortungslosigkeit wirft die Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (MV) einem neuen Gutachten zum Umbau der Krankenhauslandschaft in MV vor. Erstellt hat das Gutachten die HGC GesundheitsConsult GmbH im Auftrag der Enquetekommission des Landtags „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“. Hintergrund ist, dass die immer älter werdende Bevölkerung und der zunehmende Ärzte- und Pflegemangel im Land die flächen­deckende Gesundheitsversorgung in MV vor große Probleme stellen.

Die Studienautoren meinen, MV habe zu viele kleine Krankenhäuser. Diese hätten zunehmend Auslastungsprobleme. Sie schlagen daher eine Neuorganisation der Krankenhaus-Landschaft vor. Diese sollte laut HGC aus zwei bis drei Zentren der Hochleistungsmedizin sowie 10 bis 14 Regionalkrankenhäusern mit bis zu 500 Betten bestehen. Kleinere Krankenhäuser mit derzeit bis zu 150 Betten sollten zu Gemeinde-Gesundheitszentren umfunktioniert werden, die einen umfassenden ambulanten Versorgungsansatz verfolgen.

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„Die Anzahl der kleinen, mittleren und großen Krankenhäuser im Land ist im Gegenteil im Augenblick ausreichend und zweckmäßig für eine flächendeckende Versorgung“, sagte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft MV, Wolfgang Gagzow, gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Die verantwortlichen Institutionen hätten den Spagat zwischen höchster Qualität, Wirtschaftlichkeit und Bürgernähe bislang unter schwierigen Bedin­gungen sehr gut gemeistert. Leider gebe das Gutachten für die Frage, wie die Gesundheitsversorgung im Land in Zukunft organisiert werden solle, keine fachlich ausreichend fundierten Antworten.

Ebenso sieht es die AOK Nordost. „Die im Gutachten getroffenen Aussagen etwa zum Aspekt der zukünftigen Rolle von Krankenhäusern werden der Bedeutung dieser Krankenhäuser und der Komplexität medizinischer Versorgungsstrukturen nicht gerecht“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kasse, Frank Michalak.

© hil/aerzteblatt.de

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