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KBV: Das E-Health-Gesetz geht in die richtige Richtung

Mittwoch, 21. Januar 2015

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat wichtige Punkte im neuen Referentenentwurf für ein E-Health-Gesetz begrüßt. Der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen betonte, er sei froh darüber, dass der Entwurf klare Vorgaben enthalte, die auch die Kassenseite binde. „Endlich werden telemedizinische Leistungen, Entlass­briefe und elektronische Arztbriefe klar benannt. Das sind Mehrwerte, die Patienten und Ärzte nutzen können und die von den Krankenkassen bisher nach Kräften behindert wurden“, so der KBV-Chef.

Er forderte, diese medizinischen Mehrwerte der elektronischen Gesundheitskarte konsequent ins Zentrum zu stellen. „Damit muss nun begonnen werden und nicht mit ausgelagerten administrativen Prozessen der Krankenkassen wie dem Onlineabgleich der Versichertenstammdaten in den Praxen“, betonte er. Sanktionsmaßnahmen für Ärzte lehne die KBV aber ab. „Zumindest für die Ärzte sind sie nicht nur nicht notwendig, sondern machen es noch schwerer, die notwendige Akzeptanz zu schaffen“, so Gassen.

Der KBV-Vorstandsvorsitzende begrüßte den Hinweis der Politik, dass die neue Tele­ma­tik­infra­struk­tur das sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) nutzen könne. „Das ist eine absolut begrüßenswerte Klarstellung seitens des Gesetzgebers“, so der KBV-Chef.

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So sieht es auch die KV Westfalen-Lippe. „Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind nicht die Bremser in der elektronischen Vernetzung des Gesundheitswesens und der Telemedizin – sie sind vielmehr die Pioniere“, sagte Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der KV Westfalen-Lippe und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der gematik.

Die KVen verfügen bereits über ein sicheres Netz, das neben 51.000 Teilnehmern aus der ambulanten Versorgung auch rund 400 Krankenhäuser zur Kommunikation nutzten. „Die Kassenärztlichen Vereinigungen und ihr Netz sind keine Konkurrenz, sondern eine notwendige Ergänzung in der Vernetzung des Gesundheitswesens“, betonte Kriedel.

© hil/aerzteblatt.de

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